Sylvia Saringer © ATV/Moni Fellner Sylvia Saringer
ATV hat am Sonntag eine Wahlsendung zur anstehenden Wien-Wahl gesendet und sich damit den Unmut der FPÖ aufgezogen. Das Konzept sah vor, dass sich in drei Runden jeweils zwei Spitzenkandidaten im Riesenrad des Wiener Praters gegenübersitzen und dann eine Fahrt lang unter der Moderation von Sylvia Saringer diskutieren. FPÖ-Spitzenkandidat Dominik Nepp sollte gegen Heinz Christian-Strache vom Team HC Strache antreten, das lehnten die Rechtspopulisten (von der FPÖ) aber ab und warfen dem Sender einen Bruch "jeglicher Regeln des Objektivitätsgebotes" vor. Es sei "nicht akzeptabel, dass die FPÖ als zweitstärkste Partei einzig und alleine mit der Splittergruppe THC diskutieren soll, die gar nicht in den Gemeinderat einziehen wird". ATV entgegnete, die Auswahl der der Paarungen fuße auf redaktionellen Entscheidungen - die FPÖ nahm dementsprechend nicht an der Sendung teil. Der Sender setzte kurzerhand Saringer selbst in die Gondel zu Strache - bei den anderen Duellen war sie über einen Bildschirm zu den Politikern zugeschaltet. 

David Morgenbesser © Servus TV / Neumayr / Leo David Morgenbesser
ServusTV hat in den vergangenen Jahren kräftig in den Sportbereich investiert. So zeigt man ab 2021 einige Formel-1-Rennen und auch Champions- und Europa League sind künftig beim Sender zu sehen. Hinzu kommen die MotoGP, der DFB-Pokal und diverse Tennis-Turniere. David Morgenbesser, der beim Sender den Bereich Sportrechte und Content-Distribution verantwortet, hat nun dem "Standard" ein Interview gegeben und darin über die Strategie von ServusTV gesprochen. Morgenbesser sagt, es sei "kein Thema", zu einem Sportsender zu werden. Man sei ein Vollprogramm. "Die Sportprodukte, bei denen wir mitgeboten haben und zum Zug gekommen sind, haben wir so ausgewählt, dass es im Programm eine Ausgewogenheit gibt. Wenn man sich das über das Jahr ansieht, überwiegt der fiktionale Teil deutlich gegenüber den Sportübertragungen." In Sachen Champions- und Europa League spricht Morgenbesser von einem "Paradigmenwechsel". Ab der nächsten Saison gibt es ein CL-Spiel sowie zwei EL-Matches im Free-TV. 

ORF © ORF
Im Frühjahr gingen im ORF Mitarbeiter in Isolation und lebten dann einige Wochen lang im Sender, um so beispielsweise die Produktion der Nachrichten zu gewährleisten. Inzwischen läuft wieder vieles so wie früher, wegen steigender Coronazahlen hat der ORF jetzt aber wieder damit begonnen, seine Mitarbeiter vermehrt ins Home Office zu schicken. Das gilt vor allem für solche Mitarbeiter, deren Anwesenheit für Produktionen nicht zwingend erforderlich ist. Auch Studiogäste sollen nach Möglichkeit wieder zugeschaltet werden. Wegen strenger Corona-Auflagen kam es zuletzt laut "Kurier" bei der gerade zurückgekehrten ORF-Show "Dancing Stars" zu Unmut hinter den Kulissen. So seien die Mitarbeiter am Donnerstag, also einen Tag vor dem Comeback der Tanzshow, informiert worden, dass die langjährige Sendungsverantwortliche Andrea Heinrich ihre Funktion zurücklegt. Als angeblichen Grund nennt die Zeitung die harten sanitären Auflagen rund um die Show. Die Tänzer sollen beispielsweise in fensterlosen Containern untergebracht sein und dabei durchgängig unter Beobachtung stehen, sie dürfen nicht miteinander sprechen. Der ORF bestätigte die Personalie gegenüber dem "Kurier", wies die Gründe aber zurück. Heinrich verzichte aus "persönlichen Gründen" auf die Produktion der Staffel, so der ORF. 

Österreich in Zahlen

Dancing Stars 2020 © ORF/Hans Leitner
Nach einer mehrmonatigen Zwangspause durch Corona hat sich die ORF-Tanzshow "Dancing Stars" am vergangenen Freitag zurückgemeldet - und die Quoten waren auf Anhieb sehr gut. 692.000 Menschen sahen sich die erste Ausgabe nach der Unterbrechung in ORF 1 an. Das waren zwar rund 50.000 weniger als beim Staffelauftakt im März, der Marktanteil lag dennoch bei starken 24 Prozent. In der Spitze waren laut ORF bis zu 779.000 Zuschauer bei der Rückkehr mit dabei. "Dancing Stars" war damit das erfolgreichste Format von ORF 1 in der vergangenen Woche. Durch die strengen Corona-Maßnahmen sieht die neue Staffel auch etwas anders aus: So ist deutlich weniger Publikum im Studio und auch Mirjam Weichselbraun hat die Moderation vorübergehend abgegeben (DWDL.de berichtete). 

Arabella Kiesbauer © Puls 24 Arabella Kiesbauer
Ebenfalls sehr erfolgreich zurückgemeldet hat sich Arabella Kiesbauer mit "Bauer sucht Frau" bei ATV: 323.000 Zuschauer sahen sich den Auftakt in die Hofwochen an, 16,3 Prozent Marktanteil verzeichnete das Format damit in der Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen. Besser ist "Bauer sucht Frau" beim Sender noch nie gestartet. Und auch bei den 12- bis 29-Jährigen lief es mit 18,8 Prozent sehr gut. 

The Masked Singer Austria © Puls 4/Willi Weber
Aber es gibt auch schlechte Nachrichten für Arabella Kiesbauer: "The Masked Singer Austria" hat nach der enttäuschenden Rückkehr ins Programm sogar noch Boden verloren. Die zweite Folge nach dem Neustart sahen sich lediglich 141.000 Zuschauer an. Das waren nochmal rund 40.000 weniger als in der Woche davor. Der Marktanteil in der für Puls 4 wichtigen Zielgruppe ging auf 8,8 Prozent zurück. Bei der Demaskierung von Schauspielerin Sabine Petzl wurden immerhin noch 15,1 Prozent gemessen. Doch auch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die lange Corona-Pause "The Masked Singer Austria" nicht gut getan hat. Im März kam das Format noch auf mehr als 300.000 Gesamtzuschauer und über 18 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. 

Armin Assinger © ORF/Günther Pichlkostner Armin Assinger
ORF 2 hat am Samstag das 20-jährige Jubiläum seiner "Millionenshow" gefeiert. Zur besten Sendezeit erreichte die Quizshow mit Armin Assinger 632.000 Zuschauer und 22 Prozent Marktanteil. Danach zeigte man noch drei Sendungen, in denen die Kandidaten in der Vergangenheit die Millionenfrage richtig beantworteten. Zwei Wiederholungen erreichten 18, eine weitere 17 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. Insgesamt sind das gute Werte für den Quiz-Klassiker. 

Tennis © Bill David Brooks (CC BY-SA 2.0)
Zuletzt hat ServusTV mit Dominic Thiems Sieg bei den US Open fantastische Quoten eingefahren - die French Open laufen nun allerdings im ORF. Und Thiems Sieg in der ersten Runde gegen Marin Cilic hat ORF 1 auch prompt gute Zahlen beschert. 163.000 Zuschauer sahen sich das Match am frühen Nachmittag an, das hatte sehr gute 18 Prozent Marktanteil zur Folge. "The Big Bang Theory" erreichte im Anschluss nur noch weniger als 100.000 Zuschauer und rutschte zudem auf sieben Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum ab.

Was noch zu sagen wäre…

 

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