Screenshot: TelemedialAuch 2008 verschwanden viele und vieles wieder von der medialen Bildfläche. Manchem wurde schon nachgetrauert, manches wird man erst mit der Zeit vermissen - und manchem wird keiner eine Träne nachweinen. "Money Express" ist so ein Fall. Das höchst umstrittene Call-TV-Format verschwand Anfang Oktober endgültig vom Bildschirm - was wohl weniger am plötzlich entdeckten Gewissen von MTV Networks als viel mehr an den rückläufigen Anruferzahlen lag. Auf ungleich amüsanterem Weg wollte Thomas G. Hornauer die Zuschauer zum Anrufen teurer Hotlines bewegen. Doch auch sein "Kanal Telemedial" wurde 2008 TV-Geschichte.

Zurück in seriösere Gefilde: 2008 nahmen auch kaum noch weg zu denkende Urgesteine vor und hinter der Kamera ihren Abschied. Günter Struve, der mit seinem legendären Ui-jui-jui-Kommentar auch Pate des neuen DWDL.de-Medienpreises wurde, nahm seinen Abschied als Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens und verweilt nun lieber in Los Angeles. Nicht ganz so freiwillig hörte sich der Abschied von Joachim Bublath an, der über Jahrzehnte das wissenschaftliche Aushängeschild des ZDF war - und mit der Begründung, er habe "die Altersgrenze erreicht", in Ruhestand geschickt wurde.

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Schon vor der Finanz- und Konjunkturkrise, die bei vielen Medienkonzernen derzeit als Sündenbock herhalten muss, traf es zudem manch traditionsreiche Zeitschrift. So zog Bauer beim Traditionsblatt "Revue" nach über 60 Jahren den Stecker, das monatliche Magazin "Max", das in kürzerer Zeit eine ähnlich bewegte Vergangenheit durchlebte, ereilte zumindest als Monatsmagazin bereits Anfang des Jahres das Aus.

DWDL.de wirft noch einmal einen Blick zurück auf die Abschiede 2008