Merz gegen Merz © ZDF/Martin Rottenkolber
Husmanns neues Serien-Projekt

Herbst und Frier im ZDF: Auf den Leib geschrieben

 

Schon bei "Stromberg" bildeten Autor Ralf Husmann und Schauspieler Christoph Maria Herbst ein glänzendes Duo. Zusammen mit Annette Frier wollen sie nun den nächsten Erfolg landen. Für ZDF bedeutet "Merz gegen Merz" ein Neuanfang im komplexen Comedyserien-Genre.

von Alexander Krei
06.02.2018 - 20:00 Uhr

Montagmittag, kurz nach 13 Uhr. Das ZDF verschickt eine Pressemitteilung, die eigentlich etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hatte. Denn auch wenn die Serie, um die es in der Ankündigung geht, noch nicht im Kasten ist, so ist alleine das Personal vor und hinter der Kamera spannend. "Merz gegen Merz" nennt sich die neue Comedyserie, die noch bis Ende März in Nordrhein-Westfalen gedreht werden soll - geschrieben von Ralf Husmann, mit Annette Frier und Christoph Maria Herbst in den Hautprollen. Das ist eine Kombination, die aufhorchen lässt, schließlich haben alle Beteiligten in der Vergangenheit schon häufig ihr Können unter Beweis gestellt hat.

Husmann, dessen wunderbares Drehbuch Herbst in seiner Paraderolle des Bernd Stromberg zur Höchstform auflaufen ließ, war es dann auch, der die Weichen für "Merz gegen Merz" stellte - eine Serie über ein Ehepaar, das die Scheidung will und trotzdem im Job weiter zusammenarbeiten muss. "Seine Schreibe und seine Ideen sind für viele Schauspieler so gut und reizvoll, dass ihnen das Nein sagen schwer fällt", sagt Stephan Denzer, der beim ZDF das Kabarett- und Comedy-Team leitet, im Gespräch mit dem Medienmagazin DWDL.de. "Ich glaube, so war es auch bei 'Merz gegen Merz' für Annette Frier und Christoph Maria Herbst, denen Ralf Husmann ihre Rollen auf den Leib geschrieben hat."

Stephan Denzer
© ZDF/Carmen Sauerbrei
Mit nur 22 Minuten pro Folge fällt die Folgenlänge fürs ZDF allerdings reichlich ungewöhnlich aus, was die Programmierung nicht gerade erleichtern dürfte. "Die 22 Minuten sind für das ZDF ungewöhnlich, aber nicht für die Zuschauer von Comedyserien, denen wir hier gerne ein Angebot machen möchten", betont Denzer (Foto). "Es gibt immer noch gute Gründe und ein gelerntes Sehverhalten, das für diese Länge spricht." Die Programmierung werde sicher nicht einfach werden, räumt er ein, schließlich gebe es im ZDF derzeit keinen etablierten Sendeplatz für dieses fiktionale Format. "Wir wollen nach der Fertigstellung aber entscheiden, wo hier die besten Voraussetzungen gegeben sind und gegebenenfalls auch das Senden von Doppelfolgen in Betracht ziehen."

Spannung birgt auch die Frage, ob das ZDF diesmal mehr Erfolg haben wird als mit den Comedyserien, die der Sender vor wenigen Jahren ausstrahlte. Damals wusste Alexander Schubert in der Rolle eines Chefkochs, der plötzlich eine Tochter hat, das Publikum ebenso wenig zu überzeugen wie Cordula Stratmann als Bürgermeisterin des fiktiven Örtchens Ellerbeck. Mit Blick auf "Merz gegen Merz" ist Stephan Denzer dennoch optimistisch: "Wenn eine Liebe einmal unglücklich zu Ende ging, heißt das doch nicht, dass man sich nicht mehr verlieben sollte, oder?", fragt er und hofft, "dass wir dieses Mal eine bessere Zeit und bessere Umstände erwischen und die Chance besteht, hier auch in einer zweiten Staffel das Potential der Serie auszuloten".

Angesprochen darauf, was diesmal anders sein muss, übt sich der ZDF-Comedychef jedoch in Zurückhaltung. "Es wäre bei einem so schwierigen Genre wie der Comedyserie vermessen, wenn man glaubt, alles auf einmal gleich richtig machen zu können. Wenn ich hier also erklären würde, was diesmal alles anders oder besser wird, wäre das im Hinblick auf die Erfolgsaussichten recht anmaßend. Das Einzige was man dazu sagen oder tun kann: Wir arbeiten daran."

Über den Autor

Alexander Krei ist seit 2009 Redakteur beim Medienmagazin DWDL.de. Liebt die große Fernsehshow ebenso wie das kleine Kammerspiel. Analysiert neue Formate und die Quoten am Morgen danach. Sport mag er am liebsten, wenn er in der Glotze läuft.

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