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Leserwahl kürte den Super-Günter 2018

Der Deutsche Fernsehpreis ist die Peinlichkeit des Jahres

 

Der Umgang des Deutschen Fernsehpreises mit Drehbuchautorinnen und -autoren, der im Januar diesen Jahres für Aufregung sorgte, ist für die Leserschaft von DWDL.de die Peinlichkeit des Medienjahres - und gewinnt den Super-Günter 2018.

von Thomas Lückerath
26.12.2018 - 01:14 Uhr

Es war diesmal ein knappes Rennen, aber am Ende wählten die Leserinnen und Leser des Medienmagazins DWDL.de den Deutschen Fernsehpreis zum Nachfolger der Goldenen Kamera, die vor einem Jahr aufgrund von Gosling Gate zur Peinlichkeit des Medienjahres gekürt wurde. Diesmal trifft es die von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 getragene Preisverleihung für ihre Geringschätzung von Autorinnen und Autoren, die bis zu einem Aufschrei des Berufsstands Anfang Januar diesen Jahres, bei nominierten Werken nicht namentlich berücksichtigt und daher auch zunächst nicht eingeladen wurden.



Anders als so manche Vorgänger hatte diese Peinlichkeit immerhin unmittelbare Konsequenzen: Die Regeln der Preisverleihung wurden nach den Protesten noch im Januar geändert, Fehler eingeräumt und aus dem Ärger der TV-Autorinnen und -Autoren entstand letztlich die konstruktive Initiative "Kontrakt 18". Und doch hat es sich den Leserinnen und Lesern von DWDL.de als Peinlichkeit des Jahres eingeprägt. Der "Spiegel"-Skandal um Claas Relotius hätte es sicher trumpfen können - flog aber zwei Tage zu spät für die diesjährigen Nominierungen auf und hat vielleicht beim nächsten Mal die Chance.

Auch ohne ihn standen insgesamt elf mögliche Peinlichkeiten - die von der DWDL-Redaktion bestimmten Gewinnern des Goldenen Günter - in den vergangenen neun Tagen zur Wahl. Mit 22,3 Prozent der abgegebenen Stimmen landeten der Deutsche Fernsehpreis und seine Einladungen zweiter Klasse auf Platz 1. Auf den Rängen folgt mit 19,6 Prozent der Stimmen das groteske "Promi Undercover Boss" mit Detlef Soost sowie das erfundene "Tatort"-Interview der "TV Movie" mit 14,8 Prozent.

Schon seit 2008 ehrt das Medienmagazin DWDL.de jährlich Personen, Unternehmen und Leistungen, die rückblickend „ziemlich ui-jui-jui“ waren. Mit diesen Worten hatte der ehemalige ARD-Programmdirektor Günter Struve einst eine Sendung von „Schmidt & Pocher“ kritisiert. In Anerkennung dieser charmanten Kritik bestimmt die DWDL.de-Redaktion die Gewinner des Goldenen Günter und unsere Leserinnen und Leser basierend darauf den Super-Günter, die ultimative Peinlichkeit.

Wall of Shame© DWDL.de

In diesem Jahr also der Deutsche Fernsehpreis. Es ist schon die dritte deutsche Preisverleihung, die sich einen Platz an der Wall of Shame von DWDL.de sichern konnte: Bereits 2011 wurde der Integrations-Bambi für Bushido von unseren Leserinnen und Lesern zur Peinlichkeit des Medienjahres. 2016 gewann Mario Barth, 2015 die kurzzeitige ESC-Nominierung von Xavier Naidoo, 2014 die ProSieben-Show „Die Millionärswahl“, 2013 der RTL-Katastrophenfilm „Helden“ und 2012 Sat.1 für seine insgesamt schlechte Performance.

Gewinner vor dem Integrationsbambi im Jahr 2011 waren 2010 die „Oliver Pocher Show“, 2009 das Polittheater um die Wiederwahl von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und 2008 wurde die ProSieben-Show „Uri Geller: UFOs & Aliens“ mit dem allerersten von den Leserinnen und Lesern des Medienmagazins DWDL.de vergebenen Super-Günter geehrt.

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