Bei einem Raketenangriff ist am Sonntagnachmittag der Standort der Produktionsfirma Palestine Media Production (PMP) in Deir el Balah im Süden Gazas getroffen. Das hat das ZDF mitgeteilt, das seit Jahrzehnten mit der Firma zusammenarbeitet - unter anderem mit dem ZDF-Studio in Tel Aviv.
Bei dem Beschuss kamen ein 37-jähriger Ingenieur der Firma und der achtjährige Sohn eines anderen Mitarbeiters ums Leben. Ein weiterer PMP-Mitarbeiter wurde bei dem Angriff verletzt. Auf Bildern nach dem Angriff ist nach Angaben des ZDF zu sehen, dass außerdem der SNG-Übertragungswagen sowie Teamfahrzeuge zerstört wurden.
"Wir sind in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien, denen wir unser tiefes Mitgefühl aussprechen", sagte ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten und kritisierte zugleich das Vorgehen. "Es ist nicht hinnehmbar, dass Medienschaffende bei der Ausübung ihrer Arbeit angegriffen werden." Die Isrealischen Streitkräfte (IDF) erklärten auf ZDF-Nachfrage, den Vorfall zu prüfen.
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) erwartet in dem Zusammenhang diplomatische Unterstützung von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU). "Wenn freie
Mitarbeiter des größten deutschen Fernsehsenders ermordet werden, darf die Bundesregierung nicht tatenlos zusehen", erklärte der DJV-Vorsitzende Mika Beuster.
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