Am 28. Februar steigt in Berlin der Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. Es ist zugleich der erste Aufschlag des Südwestrundfunks (SWR), der nach 29 Jahren innerhalb der ARD die ESC-Zuständigkeit vom NDR übernommen hat. Mit mehr als 1.300 Menschen vor Ort soll es eines der größten "Deutschen Finals" werden, kündigte SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler jetzt im Interview mit DWDL.de an.

 

Clemens Bratzler © SWR/Patricia Neligan Clemens Bratzler
Darin machte er zugleich deutlich, dass beim Eurovision Song Contest seiner Auffasung nach nicht ausschließlich auf den Song ankommt. "Der ESC ist längst kein reiner Musikwettbewerb mehr, sondern ein Show-Wettbewerb", so Bratzler. "Das Gesamtpaket aus Song, Artist und Inszenierung ist am Ende entscheidend. Deshalb legen wir schon beim 'Deutschen Finale' einen so großen Wert auf die Inszenierung." Entscheidend werde sein, "wie die Artists auf der Bühne performen", so der SWR-Programmdirektor. "In Berlin wird daher schon eine Idee erkennbar sein, mit der der Sieger oder die Siegerin nach Wien gehen wird."

Der Anspruch sei es, "die Acts visuell und dramaturgisch in einer möglichst exzellenten Form zu inszenieren, um schon im 'Deutschen Finale' für ikonische Moment zu sorgen", kündigt Clemens Bratzler an. Helfen soll dabei auch das Bühnenbild von Florian Wieder, "das optische Opulenz verspricht", wie Bratzler betont. Wieder hat in der Vergangenheit schon mehrfach das Bühnenbild beim internationalen Finale des Eurovision Song Contests kreiert und wird diese Ausgabe auch in diesem Jahr in Wien wieder übernehmen. 

Mit Blick auf die drei Shows in Wien bestätigte Bratzler im DWDL.de-Interview, dass Thorsten Schorn auch in diesem Jahr wieder als Kommentator fungieren wird. Bratzler: "Er hat sich in den vergangenen beiden Jahren sehr überzeugend etabliert, weshalb wir sehr gerne weiter mit ihm zusammenarbeiten."

Das gesamte Interview mit SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler erscheint am Montag bei DWDL.de.