Bei der geplanten Übernahme der Telegraph Media Group ist Springer einen wichtigen Schritt voran gekommen: Das britische Department for Culture, Media and Sport hat nach einer Prüfung den Weg für den Kauf durch Springer frei gemacht. Dass Springer überhaupt noch zum Zuge kam, lag daran, dass zwei zuvor geplante Verkäufe an der Regierung gescheitert waren.

Gegen den Einstieg von IMI aus Abu Dhabi wurden eigens strengere Regelungen gegen ausländische Staatsbeteiligungen an britischen Zeitungen erlassen, gegen die Übernahme durch den lokalen Konkurrenten "Daily Mail" sprach eine zu hohe Konzentration auf dem britischen Zeitungsmarkt. Springer versprach unterdessen, die redaktionellen Unabhängigkeit und Integrität des 170 Jahren alten Mediums zu wahren und in dessen Zukunft zu investieren. Jetzt fehlen noch weitere regulatorische Genehmigungen in Irland und Österreich. Springer plant aber weiterhin, die Transaktion noch im laufenden Quartal abzuschließen.

Springer-Chef Mathias Döpfner: "Wir freuen uns über die Genehmigung der britischen Regierung, die Akquisition weiter voranzutreiben. Nach einer langen Phase der Unsicherheit ist es uns ein wichtiges Anliegen, deutlich zu machen: Wir werden in die journalistische Exzellenz und das internationale Wachstum des Telegraph investieren."

Springer hat unter anderem mit "Politico" und "Business Insider" bereits bedeutende internationale Marken in seinem journalistischen Portfolio. Mit der Übernahme der Telegraph Media Group kommen "The Daily Telegraph", "The Sunday Telegraph" sowie die digitale Plattform telegraph.co.uk hinzu.