
Das Champions-League-Finale hat am Samstagabend alleine im ZDF mehr als fünf Millionen Menschen erreicht, in der klassischen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen holte die Partie mehr als 50 Prozent Marktanteil. Gut für alle anderen Sender war dabei der Umstand, dass der Anpfiff schon um 18 Uhr erfolgte. Trotz der Tatsache, dass die Entscheidung erst im Elfmeterschießen fiel, war also um kurz nach 21 Uhr Schluss. Das gab die Gelegenheit, am Abend noch ein paar Zuschauerinnen und Zuschauer einzusammeln.
Über eine gute Leistung in der Primetime freuen kann sich derweil RTL: Die Clipshow "Das kann nur Fernsehen! Die größten TV-Momente aller Zeiten" erreichte durchschnittlich 1,47 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, 320.000 davon waren zwischen 14 und 49 Jahren alt. Der Marktanteil in der Zielgruppe lag damit bei ziemlich guten 12,4 Prozent. Als RTL die Folge nach Mitternacht direkt noch einmal wiederholte, stieg der Wert sogar auf 13,5 Prozent. Bei den 14- bis 59-Jährigen holte RTL 11,4 und 10,9 Prozent.
Von solchen Werten konnte ProSieben nur träumen, die Eishockey-WM kommt beim Sender einfach nicht in Schwung. Die Partie zwischen Kanada und Finnland erreichte in der Primetime in der Spitze 2,9 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum (14-49). Die Reichweite stieg von zunächst nur 150.000 auf immerhin 470.000 im letzten Drittel. Auch die Übertragung des Matches zwischen der Schweiz und Norwegen lag am Nachmittag bei maximal nur 3,7 Prozent Marktanteil. Zufrieden sein kann man damit in Unterföhring nicht.
Auch Sat.1 tat sich um 20:15 Uhr zunächst sehr schwer: "Der Prinz aus Zamunda 2" unterhielt nur 430.000 Menschen, in der Zielgruppe entsprach das 4,1 Prozent Marktanteil. "James Bond 007: Im Angesicht des Todes" bei Vox erreichte zur gleichen Zeit 700.000 und 5,0 Prozent - zumindest beim jungen Publikum war der Steifen damit kein Straßenfeger. Die gute Nachricht für Sat.1: "Con Air" hielt am späten Abend die Reichweiten ziemlich konstant, sodass der Marktanteil auf 6,7 Prozent stieg. Bei Vox fiel der Film "Nobody" ab 23 Uhr auf 4,2 Prozent zurück. Dafür lag "Medical Detectives" nachts im zweistelligen Bereich.
RTLzwei unterhielt mit "School of Rock" zur besten Sendezeit derweil 240.000 Personen, bei den 14- bis 49-Jährigen waren damit 3,7 Prozent drin. Und Kabel Eins kam mit zwei Folger der von Sat.1 geerbten Serie "Elsbeth: Ein besonderer Fall" auf 270.000 und 320.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Weil davon aber nur 10.000 bzw. 20.000 im Alter zwischen 14 und 49 Jahren waren, wurden hier miese 0,4 und 0,7 Prozent gemessen.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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