Schon die zweite Quoten-Enttäuschung in dieser Woche erlebte das ZDF am Donnerstagabend mit dem Thema Künstliche Intelligenz. Am Dienstag war eine Live-Diskussion im Rahmen der Sendung "Am Puls" nur auf geringe Resonanz gestoßen, am Donnerstag fuhr Maybrit Illner mit dem Thema "Globaler Machtkampf um KI – hat Deutschland eine Chance?" die geringste Reichweite seit acht Jahren ein. Das lässt sich zum Teil wohl auch mit der starken Konkurrenz durch die Fußball-Übertragung bei RTL erklären, aber eben nur zum Teil.

1,42 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Sendung. Zum Vergleich: Im Schnitt lag die Illner-Reichweite in diesem Jahr bei knapp 1,9 Millionen. Der Marktanteil belief sich diesmal auf 9,2 Prozent. Besonders das jüngere Publikum war mit dem Thema KI nicht zu gewinnen: In der Altersgruppe 14-49 lag der Marktanteil sogar nur bei 3,3 Prozent. Markus Lanz ließ die Marktanteile im Anschluss dann aber schnell wieder auf 16,8 Prozent insgesamt und 10,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen steigen.

Erholt zeigte sich im Vergleich zur Vorwoche um 20:15 Uhr auch die Reihe "Lena Lorenz": 3,44 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer schalteten ein, fast eine halbe Million mehr als sieben Tage zuvor. Der Marktanteil belief sich auf 16,0 Prozent insgesamt, 7,0 Prozent wurden bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt. Für den Primetime-Sieg reichte das allerdings nicht, der ging wie donnerstags üblich wieder an die ARD: Der "Kroatien-Krimi" lockte dort 4,32 Millionen Menschen vor den Fernseher, was 20,0 Prozent Marktanteil entsprach. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichte es für 6,8 Prozent Marktanteil.

Deutlich besser als vergangene Woche schlug sich am späteren Abend auch "Extra 3", das mit 1,58 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern einen guten Marktanteil von 12,1 Prozent erzielte und auch bei den 14- bis 49-Jährigen mit 9,3 Prozent erfolgreich unterwegs war. Die "Carolin Kebekus Show" brachte es danach noch auf einen ordentlichen Marktanteil von 6,9 Prozent beim jungen Publikum, die Gesamt-Reichweite blieb mit 0,66 Millionen aber gewohnt überschaubar.