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Auch die TV-Vermarkter verzeichneten ein Minus, das angesichts von 1,2 Prozent jedoch längst nicht so hoch ausfiel wie das der Zeitungen und Publikumszeitschriften. Das Radio lag mit -0,2 Prozent fast auf dem Vorjahresniveau. Der Online-Bereich, hier wie immer ohne Social, Search und YouTube, wuchs im Gegensatz dazu um satte 9,1 Prozent. Über das größte Plus konnten sich die Außenwerber freuen, sie legten bei den Brutto-Werbeeinnahmen um 9,5 Prozent zu. Das Kino erreichte ein Plus von 2,7 Prozent, spielt mit Gesamt-Bruttoeinnahmen in Höhe von rund 9 Millionen Euro aber keine Rolle in der Gesamtbetrachtung.
Spannend beim Detail-Blick auf die einzelnen TV-Vermarkter ist die Tatsache, dass Nielsen erstmals Goldvertise Media gesondert ausweist. Der Vermarkter von Special-Interest-Sendern wie beispielsweise Sportdigital Fußball, Motorvision.TV, AXN White und AXN Black, Bibel TV oder auch Auto Motor Sport Channel lag demnach im April bei Brutto-Werbeeinnahmen in Höhe von rund 10 Millionen Euro - 31,2 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die mit Abstand größten Sender waren dabei Crime Time, Just Cooking, Just Fishing, One Terra, und Xplore - also allesamt Sender von Deluxe-Music-Mutter High View.
ProSiebenSat.1-CFO Bob Rajan erklärte zuletzt, dass der April besser gelaufen sei als das erste Quartal - gleichzeitig sprach er davon, dass das Marktumfeld "herausfordernd" bleibe. Das zeigt sich auch beim Blick auf die Nielsen-Zahlen: Demnach hat Seven.One Media im April Brutto-Werbeeinnahmen in Höhe von 3,6 Prozent verloren. Aber Rajan hat recht: Im ersten Quartal lief es mit bis zu -6,4 Prozent noch schlechter. Die Ad Alliance verzeichnete im April dagegen nur -1,6 Prozent, während die El Cartel Brothers sogar um 5,9 Prozent zulegen konnten.
Wie immer gilt es bei den Nielsen-Zahlen zu berücksichtigen, dass hier die Listenpreise zugrunde gelegt werden und Rabatte, Eigenanzeigen und Tauschgeschäfte nicht berücksichtigt sind. Die tatsächlichen Einnahmen etwa der TV-Sender sind teils deutlich geringer. Dennoch sind die Nielsen-Zahlen ein Indikator für die grundsätzliche Entwicklung des Marktes.
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