Keine zwei Wochen nach dem Start hat Sat.1 die Hoffnung offenkundig aufgegeben, die neue Vorabend-Dailysoap "Frieda - Mit Feuer und Flamme" noch zum Erfolg führen zu können. Überraschend wird die von Saxonia Media produzierte Serie bereits ab Ende Juni ihren Sendeplatz um 18:00 Uhr räumen müssen - nach nur einem Monat. Überraschend deshalb, weil die Quoten zwar nicht gut sind, aber im Schnitt bislang sogar etwas besser ausfallen als bei "Ein Hof zum Verlieben", jener Serie also, die in den Monaten zuvor auf diesem Sendeplatz zu sehen war.
Dass "Frieda" vorzeitig aus dem Programm geworfen wird, dürfte daher vor allem mit Blick auf die "Landarztpraxis" erfolgen: Ab dem 29. Juni wird Sat.1 um 19:00 Uhr bekanntlich den Ableger "Die Landarztpraxis - Team Sonnenhof" ausstrahlen. Durch den Wegfall von "Frieda" erhoffen sich die Senderverantwortlich also augenscheinlich mehr Rückenwind: Anstelle der Dailysoap läuft ab diesem Tag um 18:00 Uhr die Scripted Reality "Lenßen übernimmt", die aktuell noch um 16:00 Uhr zu sehen ist. Dort schiebt Sat.1 im Gegenzug ab Ende Juni eine weitere Folge von "Auf Streife" ein.
Für "Frieda" bleibt hingegen nur noch eine Ausstrahlung am Programmrand, etwa am frühen Freitagmorgen vor dem "Frühstücksfernsehen" oder in der Nacht von Freitag auf Samstag mit mehreren Folgen am Stück. Auf nennenswerte Einschaltimpulse kann man in Unterföhring hier aber freilich nicht bauen, weshalb die "Frieda"-Fans wohl nicht zuletzt auf den Streamingdienst Joyn ausweichen dürften.
Das Unterfangen, im Vorabendprogramm eine zweite Soap-Schiene zu etablieren, kann mit dem schnellen Aus von "Frieda - Mit Feuer und Flamme" aber nun wohl endgültig als gescheitert betrachtet werden. Im Schnitt erzielte die Serie bislang kaum mehr als drei Prozent Marktanteil, nachdem es zuvor für "Ein Hof zum Verlieben" - produziert von Pyjama Pictures - sogar im Schnitt noch schlechter lief. Schon 2024 hatte Sat.1 mit "Für alle Fälle Familie" ähnlich schlechte Erfahrungen um 18:00 Uhr gesammelt. Für die Zukunft wird es also dringend neue Impulse brauchen.
Mehr zum Thema
von




