Deutscher Jubel beim Festival de Television in Monte Carlo: Schauspieler Johannes Hegemann ist bei der Preisverleihung als bester Schauspieler ausgezeichnet worden. Hegemann erhielt die Goldene Nymphe für seine Rolle als Olivia Jones im ZDF-Film "Olivia". Das Biopic erzählt die Lebensgeschichte von Oliver Knöbel, der Olivia Jones, Deutschlands wohl bekannteste Dragqueen, schuf.
Das ZDF hatte den Film Anfang Mai mit großem Erfolg ausgestrahlt. Fast vier Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen die lineare Ausstrahlung, sodass der Gesamt-Marktanteil bei 18,5 Prozent lag. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen schlug sich der Film mit einem Marktanteil von 13,5 Prozent ausgesprochen gut. Till Endemann inszenierte das Drehbuch von David Ungureit, das auf der Biografie "Ungeschminkt" von Olivia Jones basiert. Als Produktionfirma fungierte von Florida Film.
Als beste Serie wurde in Monte Carlo indes die dänische Produktion "The Uniform" ausgezeichnet, das italienische Serien-Prequel "Gomorrah - The Origins" wiederum erhielt eine Auszeichnung in der Kategorie "Best Creation". Großer Abräumer des Abends war "Fadia", ein israelisch-palästinensisches Drama: Für die Produktion gab es gleich drei Auszeichnungen - für den besten Film, Yara Jarrar als beste Schauspielerin sowie den Sonderpreis der Jury. Mit dem Crystal Nymph Award wurde Hollywoodstar Kurt Russell geehrt. Er erhielt den Preis von Fürstin Charlène von Monca für seinen "außergewöhnlichen Beitrag zur Unterhaltungsbranche und seine bemerkenswerten Karriere, die sich über mehr als sechs Jahrzehnte erstreckt".
Mit dem Stück "How Indian Students End Up Exploited in Germany" war auch die Deutsche Welle in der neuen Digital-Kategorie des Festivals nominiert. Hier setzten sich am Ende allerdings Produktionen aus Südkorea und Frankreich durch.
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