Dieser Artikel löst ein Versprechen an die rund 800 Gästen beim gemeinsamen Sommerfest im Kölner Parkcafe ein, haben am Mittwochabend in ausgelassener Stimmung gefeiert. Ein Abend für viele gute Gespräche, den Valerie Niehaus als Moderatorin der Feierlichkeiten zu 35 Jahren Film- und Medienstiftung NRW und 25 Jahren Medienmagazin DWDL einleitete mit den Worten: „Guten Abend Köln - oder zumindest guten Abend an den Teil von Köln, der mich gerade hören kann. Der Rest erfährt morgen bei DWDL, was hier passiert ist.“
Und Versprechen, die müssen gehalten werden. Niehaus startete vor den Grußworten von Gastgebern, Politik und Gesellschaftern mit einem Impuls: „Mit 35 bzw. 25 Jahren ist man nicht mehr ganz neu, aber auch noch nicht so alt, dass man sich bei jeder Gelegenheit erzählt, dass früher alles besser war. Im Gegenteil, ich finde, unsere Branche hat ja einen geradezu rührenden Umgang mit Veränderungen: Kaum hat sich alles wieder auf den Kopf gestellt, schmeißen wir uns mit erstaunlicher Gelassenheit und Verve in das nächste Abenteuer.“
Niehaus bilanziert: „Wir sind eine resiliente Gemeinschaft. Das möchte ich mal ganz vorneweg sagen. Wir sagen natürlich einfach hinterher, das war Absicht - weil wir auch klug sind. Zwischen Plattformregulierungen und KI-Debatten bleibt natürlich auch immer die Frage, wer welchen Inhalt wo findet. Wahrscheinlich erfinden wir uns deswegen ständig neu, weil wir ständig am Suchen sind. Die Film- und Medienstiftung NRW fördert seit 35 Jahren das Entstehen von Geschichten und DWDL beobachtet seit 25 Jahren, was aus diesen Geschichten wird, wer sie erzählt, wer sie finanziert, wer sie streamt, wer sie absetzt - und wer hinterher trotzdem noch dazu bereit ist, ein Interview darüber zu geben.“
„Man könnte auch sagen, die Film und Medienstiftung sorgt dafür, dass es eine Branche gibt und DWDL sorgt dafür, dass diese Branche sich selbst beim Sein beobachten kann. Zusammen sind das jedenfalls 60 Jahre Liebe für Geschichten oder wie wir Jungen sagen Content. Was für ein sinnliches Wort! Als würde jemand versuchen, die Magie von Geschichten mit einer Excel-Tabelle zu erklären. Ich habe allerdings den Verdacht, wir erfinden gerne oft neue Wörter für die immer gleichen alten Dinge. Audience First, Creator Economy, Data-driven, Direct-to-Consumer und Mediendiensteinvestitionsverpflichtungsgesetz.“
Niehaus: „Narrativ kontrollieren ist alles, verehrte Freunde - und bitte crossmedial! Ich persönlich liebe die Branche, gerade weil sie sich immer neu erfindet. Wir produzieren nicht nur Drama, wir sind es auch und das manchmal sogar absichtlich. Deshalb freue ich mich sehr, mit Ihnen heute auf zwei Institutionen anstoßen zu dürfen, die diese Entwicklung begleitet und mitgestaltet haben.“
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