Netflix hat im 2. Quartal einen Umsatz in Höhe von 12,56 Milliarden US-Dollar eingefahren, das war ein Plus von 13,4 Prozent (bzw. 12 Prozent, wenn man Wechselkursschwankungen herausrechnet). Damit lag man im Rahmen dessen, was der Streamer auch selbst prognostiziert hatte. Man führt dafür einen Mix aus Abo-Wachstum, Preiserhöhungen und steigenden Werbeeinnahmen an. Netflix wächst dabei weltweit mit zweistelligen Prozentraten, am stärksten im asiatisch-pazifischen und lateinamerikanischen Raum.

Der operative Gewinn lag mit 4,2 Milliarden Dollar leicht über den eigenen Erwartungen, wuchs aber mit neun Prozent langsamer als der Umsatz. Dementsprechend sank die operative Marge leicht von 34,1 auf 33,4 Prozent.Der Nettogewinn belief sich auf 3,4 Millionen Dollar, der Free Cash Flow ging deutlicch von 2,27 auf 1,52 Milliarden Dollar zurück. Den bisherigen Ausblick fürs Gesamtjahr bestätigte man, blieb mit der Prognose fürs 3. Quartal aber gleichwohl etwas unter den Analysten-Einschätzungen. Die Anlegerinnen und Anleger überzeugte Netflix mit den aktuellen Zahlen offenbar nicht: Nachbörslich brach der Aktienkurs um neun Prozent ein und fielen damit auf den tiefsten Stand seit September 2024.

Netflix hatte zuletzt mit einigen negativen Schlagzeilen zu kämpfen. Bloomberg etwa beleuchtete kürzlich, dass Netflix Probleme habe, das Publikum bei fortlaufenden Serien in weiteren Staffeln zu halten. Netflix-Co-CEO Ted Sarandos sprach nun davon, dass solche Rückgänge zwischen erster und zweiter Staffel branchenweit üblich seien und die Fortsetzungen vollkommen im Rahmen der eigenen Erwartungen performt hätten. Im Vergleich zum letzten Jahr habe man beim Reichweiten-Rückgang zwischen den Staffeln sogar etwas besser abgeschnitten. 

Die Investitionen in Inhalte will Netflix in diesem Jahr um etwa zehn Prozent steigern und damit etwas stärker als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, als das Plus nur acht Prozent betragen hatte. Man steigere die Investitionen trotz des kostensenkenden Einsaztes von generativer KI, die in diesem Jahr bereits bei rund 300 Netflix-Titeln zum Einsatz gekommen sei, vor allem im Bereich der Postproduktion. 

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