Nach dem Fund eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg im Rhein muss das RTL-Sendezentrum im Kölner Stadtteil Deutz im Laufe des Tages evakuiert werden. Die noch für den Donnerstag geplante Bombenentschärfung hat dabei auch Auswirkungen auf das Programm. Während das Mittagsjournal "Punkt 12" aktuellen Planungen zufolge vorerst wie vorgesehen bis 15 Uhr auf Sendung bleiben kann, werden im weiteren Verlauf des Tages Veränderungen notwendig sein.
So steht bereits jetzt fest, dass die Hauptausgabe von "RTL aktuell" um 18:45 Uhr live aus dem Hauptstadtstudio in Berlin gesendet wird, wie ein Sendersprecher am Donnerstag gegenüber DWDL.de bestätigte. Darüber hinaus soll das Boulevardmagazin "Explosiv" vorab aufgezeichnet werden, "um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten", wie es heißt. Welche Auswirkungen die Bombenentschärfung auf das Promi-Magazin "Exclusiv" haben wird, ist aktuell noch offen. Auch hier ist ein Umzug nach Berlin denkbar.
Betroffen ist aber nicht nur das Programm von RTL, sondern auch der Nachrichtensender ntv, dessen Studio ebenfalls im Deutzer Sendezentrum angesiedelt ist. Auch hier steht ein vorübergehender Umzug an - allerdings nicht nach Berlin. Stattdessen werde das tagesaktuelle ntv-Programm spätestens ab 15:00 Uhr vor dem Hyatt-Hotel aus einem mobilen Studio produziert, erklärte ein RTL-Sprecher. Das Hotel befindet sich unweit des RTL-Standorts, aber außerhalb des Evakuierungsradius.
Am Mittwochabend hatten Experten im Rhein auf Höhe des Rheinparks in Deutz aufgrund des derzeit niedrigen Wasserstands einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Es handelt sich um eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder, die noch an diesem Donnerstag entschärft werden muss - der genaue Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest. Der endgültige Gefahrenbereich wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst mit einem endgültigen Radius von 400 Metern festgelegt.
Erst im vergangenen Jahr hatte die Entschärfung mehrerer Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg für eine Evakuierung des RTL-Sendezentrums gesorgt. Auch 2024 war der Kölner Sender von einer solchen Maßnahme betroffen und musste infolgedessen unter anderem die Produktion von "Punkt 12" kurzerhand ins Freie verlegen.
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