Die Anträge auf eine Filmförderung beim DFFF und dem GMPF befinden sich derzeit auf einem Allzeithoch, die Filmförderungsanstalt FFA spricht von einer "außergewöhnlich hohen Nachfrage" und hat daher nun Maßnahmen angekündigt, um mit den bestehenden Mitteln über das Jahr zu kommen. Tatsächlich lesen sich die Zahlen beeindrucken: Während im vergangenen Jahr 183 Millionen Euro an 140 Projekte vergeben wurden, sind es dieses Jahr bereits jetzt 151 Millionen Euro für 103 Projekte. Weitere 111 eingereichte Projekte befinden sich zurzeit in der Bearbeitung.
Die hohen Antragszahlen betreffen nach FFA-Angaben sowohl die Kinofilmförderung im DFFF I als auch die Förderung von High-End-Serien und Filmen im German Motion Picture Fund (GMPF). Die FFA führt die hohe Nachfrage auf die Erhöhung der Förderquoten und Kappungsgrenzen im Jahr 2025 zurück. Zur Situation beigetragen haben dürfte aber auch die Tatsache, dass der Filmfördertopf 2027 schon wieder von 250 auf 200 Millionen Euro sinkt (DWDL.de berichtete). Die Filmförderungsanstalt begründet die verschärften Anforderungen unter anderem damit, dass man die Planungssicherheit in der Branche weiterhin gewährleisten wolle.
So gilt für alle Projekte, die ihren Drehbeginn noch im Jahr 2026 haben, eine eingeschränkte Antragsannahme. Derzeit können trotz der Vielzahl der bereits eingereichter Anträge nur noch Anträge mit einem Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro angenommen werden. Gut möglich also, dass einige Projekte keine Förderung erhalten. Beim DFFF I muss neben den regulär erforderlichen Antragsunterlagen auch ein verbindlicher Letter of Commitment eines DFFF-fähigen Verleihers vorliegen, eine reine Interessensbekundung reicht nicht. Außerdem muss die Finanzierung des Projekts zu mindestens 45 Prozent gesichert sein. Beim GMPF muss ein Vertrag über eine Auswertung bei einem deutschen Mediendienstprogrammanbieter vorliegen.
Anträge, die für das laufende Jahr noch genehmigt werden, erhalten möglicherweise erst Anfang des nächsten Jahres die finale Bewilligung. Projekte, die ihren Drehbeginn zum Ende des Jahres 2026 planen und die noch keinen Antrag gestellt haben, können diesen voraussichtlich erst für 2027 einreichen. Die Antragsannahme für Projekte mit Drehbeginn im Jahr 2027 erfolgt wiederum frühestens ab November dieses Jahres.
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