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Weil TV im Nielsen-Ranking aber die mit Abstand größte Mediengattung ist, schlagen sich die Schwankungen hier traditionell stärker in der Gesamtbilanz nieder. Vor allem die zwei großen Privatsendergruppen kamen im Juli unter die Räder: ProSiebenSat.1 bzw. Seven.One Media lag im Juli 11,6 Prozent unter den Brutto-Werbeeinnahmen des Vorjahresmonats. Schon im Juni war die Gruppe die mit Abstand schwächste (DWDL.de berichtete).
Aber auch RTL bzw. die Ad Alliance tat sich im Juli 2026 merklich schwer: Das Minus lag hier bei 6,6 Prozent - das ist das bislang zweitschlechteste Ergebnis in diesem Jahr. Inwiefern die Fußball-WM als Begründung für die schwache Leistung herhalten kann, ist unklar. ARD Media verzeichnete im Juli zwar ein Brutto-Plus in Höhe von 6,9 Prozent, das ZDF Werbefernsehen lag allerdings bei -3,8 Prozent. Im Juni kamen die öffentlich-rechtlichen Vermarkter jeweils noch auf zweistellige Zuwachsraten.
Getroffen hat es im TV-Segment im Juli übrigens auch die El Cartel Brothers, also die Nummer drei im Markt. Der noch recht junge Vermarkter lag bei Brutto-Werbeeinnahmen in Höhe von rund 139 Millionen Euro, das waren 3,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bislang lagen die El Cartel Brothers nur im Februar im Minus - damals vermutlich aufgrund den Olympischen Winterspielen. In allen anderen Monaten verzeichnete das Unternehmen Wachstum - bis jetzt.
Löst man sich vom Blick auf die TV-Vermarkter, sah es für die übrigen Mediengattungen schon wesentlich besser aus. Das Radio verzeichnete mit -0,8 Prozent nur ein kleines Minus, die Zeitungen lagen mit 0,6 Prozent leicht im Plus. Die Außenwerber konnten ihre Brutto-Werbeeinnahmen um 4,2 Prozent steigern und für den ganzen Online-Bereich (ausgenommen Social, Search und YouTube) weist Nielsen ein Plus in Höhe von 13,6 Prozent auf. Die Kinos lagen sogar bei +14,0 Prozent, spielten im Gesamtranking angesichts von 8,7 Millionen Brutto-Einnahmen aber nur eine untergeordnete Rolle.
Wie immer gilt es bei den Nielsen-Zahlen zu berücksichtigen, dass hier die Listenpreise zugrunde gelegt werden und Rabatte, Eigenanzeigen und Tauschgeschäfte nicht berücksichtigt sind. Die tatsächlichen Einnahmen etwa der TV-Sender sind teils deutlich geringer. Dennoch sind die Nielsen-Zahlen ein Indikator für die grundsätzliche Entwicklung des Marktes.
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