Die Schweizer Highlight-Gruppe hat ihre Zahlen fürs erste Halbjahr 2026 vorgelegt - und die geben weiterhin keinen Grund zur Entwarnung. Das Unternehmen hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 127,4 Millionen Schweizer Franken umgesetzt, das waren etwa 29 Millionen Franken oder 18,6 Prozent weniger als noch im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. In der Mitteilung des Konzerns heißt es, der Rückgang sei "produktionsbedingt sowie aufgrund von Fremdwährungseffekten". Im Zwischenbericht heißt es, dass die Geschäftsentwicklung "wie erwartet" sei - was sie aber nicht weniger besorgniserregend macht. Denn beide Säulen des Konzerns haben offensichtlich Probleme.
So brach der Umsatz im Bereich Sport und Event, in dem neben der Sport1 Medien GmbH auch der Sportrechte-Vermarkter Team Marketing und die Highlight Event AG bilanziert werden, im ersten Halbjahr um 28,3 Prozent auf 39,7 Millionen Franken ein. Doch auch im Segment Film, in dem unter anderem Constantin Film und Constantin Entertainment geführt werden, sackte der Umsatz um 13,3 Prozent auf 87,7 Millionen Franken ab. Höhere Umsatzerlöse erwartet man im zweiten Halbjahr, weil dann die größeren Kinostarts anstünden - das war allerdings auch letztes Jahr so, ob man den Rückgang also zumindest im Film-Segment noch aufholen kann, ist damit nicht gesagt.
Zudem schreiben auch beide Säulen Verluste: Dank Kostensenkungen konnte zwar der Fehlbetrag im Sport- und Event-Bereich massiv von -20,9 auf -4,3 Millionen Franken reduziert werden, zugleich machte der Film-Bereich mit -6,5 Millionen Franken sogar stärkere Verluste als im Vorjahreszeitraum. Alles in allem lag das Konzernergebnis nach Steuern bei -17,6 Millionen Franken nach -30,9 Millionen Franken im Vorjahr. Es war also ein Schritt in die richtige Richtung, doch er fiel bei Weitem nicht groß genug aus.
Ein Problem für die Highlight-Gruppe sind die Schulden. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten liegen laut Bilanz bei 190,6 Millionen Franken, das Eigenkapital ist mit -20,6 Millionen Franken inzwischen klar negativ. Im Geschäftsbericht 2025 hatte das Unternehmen daher bereits eingeräumt, dass Unsicherheiten bestehen, die "erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen". Unter anderem geht es darum, dass Ende November eine Finanzverbindlichkeit von 74,5 Millionen Franken an ein Bankenkonsortium zurückgezahlt werden muss. Bislang hat sich das Unternehmen noch nicht zur Finanzierung dessen geäußert.
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