Der Streit zwischen Deutscher Bahn und dem ZDF rund um die Doku "Unsere Bahn: Geliebt, verflucht - und gefährlich?", die der öffentlich-rechtliche Sender im Juli im Rahmen der Reihe "Am Puls mit Dunja Hayali" ausgestrahlt hatte, ist beendet. Die Bahn bezeichnete die Doku unmittelbar nach der Ausstrahlung unter anderem als "in hohem Maße unseriös", sie basiere "in weiten Teilen rein auf Behauptungen und Meinungen".
Tatsächlich hatte das ZDF nach der linearen Ausstrahlungen zwei Änderungen am Film vorgenommen, der Bahn ging das allerdings nicht weit genug. Das Unternehmen forderte eine umfassende Überarbeitung oder die Löschung aus der Mediathek. Das ZDF wollte dagegen keine weiteren Änderungen mehr vornehmen, stattdessen sprach man von einem "unzulässigen Versuch, eine kritische Berichterstattung in Gänze zu unterbinden". Stattdessen verwies man darauf, dass die aktuelle Version keine Mängel aufweise.
Nach der ersten Aufregung will man nun auch bei der Deutschen Bahn keine weiteren Schritte mehr in der Sache ergreifen. Gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd) verwies das Unternehmen jetzt auf die kurz nach der Ausstrahlung abgegebene Unterlassungserklärung des ZDF sowie die Korrektur falsch dargestellter Fakten. "Weitere rechtliche Schritte verfolgen wir aktuell nicht", sagte ein Bahn-Sprecher gegenüber dem epd.
In dem Fall ist es eine Wende bei der Bahn. Nachdem das ZDF Korrekturen vorgenommen hatte, war man immer noch nicht zufrieden mit der bis heute online verfügbaren Fassung des Films. Das ZDF blieb jedoch hart und nun ist der Streit zumindest offiziell beigelegt. Die Unterlassungserklärung hatte das ZDF tatsächlich abgegeben - nach früheren Angaben der "FAZ" allerdings "im Sinne eines Entgegenkommens" und "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage".
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