BunteAngesichts der wirtschaftlichen Flaute steht auch bei der Burda People Group sparen auf dem Programm. In einem Interview mit dem Branchendienst "Meedia" sagte "Bunte"-Chefredakteurin Patricia Riekel über die Notwendigkeit zum Sparen, die auch ihren Titel betreffe: "Sparen bedeutet für uns zunächst, Überflüssiges zu kappen. Wir sind gezwungen, uns jeden Mitarbeiter anzuschauen und zu fragen, ob er oder sie genau das bringt, was wir erwarten".

Darüber hinaus ist Riekel der Auffassung, das die Zeiten großer Redaktionen vorbei seien. "Für die Zukunft brauchen wir kleine schlagkräftige Truppen", sagte sie. Entlassung sollen jedoch nach Möglichkeit verhindert werden. Allerdings sollen frei werdende Stellen nach Möglichkeit nicht mehr neu besetzt werden. Auch die Einsatzmöglichkeiten für freie Mitarbeiter könnten beschnitten werden. Bleibe die Krise jedoch überschaubar, könne es auch ausreichend sein, lediglich bei Kostenpunkten wie zum Beispiel Spesen zu sparen.
 

 
Auch strukturell könnte es im Verlag Veränderungen geben. Gegenüber "Meedia" sagte Riekel: "Wir versuchen bei der Burda People Group auch Synergieeffekte zwischen den einzelnen Titeln zu schaffen, also bei 'InStyle', 'Amica' und 'Bunte'. Es wird in Zukunft sicher hier und da ein Ressort oder eine einzige Abteilung für alle Titel geben". Zu konkreten Überlegungen jedoch wolle sie sich derzeit noch nicht äußern. Allerdings soll eine neue Struktur so organisiert werden, "dass die Kollegen möglichst wenig zu leiden haben".

Insgesamt sieht Riekel die "Bunte" derzeit jedoch "wirtschaftlich solide" aufgestellt. Aufgrund der Zurückhaltung der Werbewirtschaft schaut sie allerdings mit "einer gewissen Besorgnis" in das neue Jahr. Auf Grund der Hoffnung, dass die für die "Bunte" relevante Luxusgüter-Industrie weniger von der Krise betroffen sein könnte als andere Branchen, habe sie dennoch einen "dezenten Optimismus".