Foto: PhotocaseDer Sendebetrieb mit einer Verbreitung über die klassischen Vertriebswege Kabel und Satellit wurde für den vor zwei Jahren gestarteten Spartensender Deutsches Gesundheitsfernsehen zu teuer. "Es ist gerade für die digitalen Spartensender schwierig, diesen Betrag über Werbung zu erwirtschaften", sagte DGF-Geschäftsführer Gerd Berger in einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau". Daher wird das Programm seit Febuar dieses Jahres nur noch über das Internet verbreitet.

Derzeit erreicht das Programm über die Web-Verbreitung monatlich bis zu 100.000 Unique User. Für einen wirtschaftlichen Betrieb jedoch sei rund das Zehnfache nötig, erklärt der Senderchef. Wir haben den Vorteil, dass wir unseren Content bereits produziert haben. Zum großen Teil jedenfalls. Das heißt, wir können eine ganze Weile ohne riesige Kosten auskommen", so Berger. Neu produziert würden mittlerweile lediglich einige, wenige Sendungen, darunter die täglichen Gesundheitsnachrichten.
 

 

Mehr zum Thema:

Als weitere Erlösquelle neben der Werbung vergibt der Sender Unterlizenzen für seine Programme - zum Beispiel an niedergelassene Ärzte, die die Inhalte auf ihrer eigenen Internetseite einbinden wollen. "Das scheint auf größeres Interesse zu stoßen. Einen vergleichbaren Imagefilm würde der niedergelassene Arzt von den Kosten und vom Aufwand her nicht in Auftrag geben", so Berger, der in den neunziger Jahren unter anderem die Fernsehmagazine "Zak" und "Stern TV" aus der Taufe hob. Angesichts der schlechten Lage des Werbemarkts wird die Luft für kleine Spartensender immer dünner. Auch beim Angebot Tier.TV prüft man den Ausbau des Engagements im Internet.