Heidi Klum - 2015 © Screenshot ProSieben
Bombendrohung in der SAP-Arena

Halle evakuiert: "Topmodel"-Finale abgebrochen

 

Das Finale von "Germany's next Topmodel" ist nach einer anonymen Bombendrohung vorzeitig abgebrochen worden. Rund 10.000 Menschen in der Mannheimer SAP-Arena mussten daraufhin evakuiert werden. Die Details...

von Alexander Krei
14.05.2015 - 22:22 Uhr

Eigentlich sollte am Donnerstagabend die Gewinnerin der zehnten Staffel von "Germany's next Topmodel" gekürt werden, doch nach knapp einer Stunde kam alles anders. "Jetzt müssen wir leider direkt mal in die Werbung gehen, liebe Zuschauer", sagte Heidi Klum und fiel ihrem Jury-Kollegen Wolfgang Joop mitten ins Wort. Offenbar musste also etwas Unvorhergesehenes geschehen sein. Und tatsächlich: Innerhalb weniger Minuten wurde die Mannheimer SAP-Arena, die in diesem Jahr als Austragungsort der Live-Show dient, evakuiert. Rund 10.000 Zuschauer, die das Finale sahen, mussten die Halle verlassen.

Schnell machte das Gerücht einer Bombendrohung die Runde. Auch Musiker Olly Murs, der in der Finalshow auftreten sollte, schrieb auf Twitter von einer Bombendrohung in der SAP-Arena. Das bestätigte ProSieben erst am späten Abend auch offiziell. Aus gutem Grund: Offenbar sprach der Sender zunächst bewusst von einem technischen Defekt, um eine Panik unter den Zuschauern zu vermeiden. "Es gab während dem Live-Finale von 'Germany's Next Topmodel' eine Bombendrohung. Nach Rücksprache mit Polizei und Security haben wir entschieden, das Finale abzubrechen. Die Halle ist daraufhin geordnet evakuiert worden", erklärte ProSieben-Sprecher Christoph Körfer telefonisch im Gespräch mit DWDL.de

Auch die Mannheimer Polizei sprach daraufhin von einer Evakuierung der Halle aufgrund einer anonymen Bombendrohung. "Gegen 21 Uhr hat eine Frau bei ProSieben angerufen. Sie hat damit gedroht, dass in der SAP-Arena während der Live-Übertragung des 'GNTM'-Finales eine Bombe hochgeht", erklärte Polizeihauptkommissar Michael Klump gegenüber "Bild". "Der Veranstalter hat sich selbstständig, ohne Einschaltung der Polizei entschlossen, die Sendung zu unterbrechen und die Halle räumen zu lassen. Erst wenig später sind unsere Kollegen vom Veranstalter informiert worden. Jetzt haben wir die Einsatzleitung vor Ort. Bislang ist kein sprengstoffverdächtiger Gegenstand gefunden worden." Das Blatt berichtet darüber hinaus von einem Mann, der sich während der Werbepause Heidi Klum genähert und ihr gesagt haben soll, eine Bombe bei sich zu tragen. Inzwischen befindet sich die Person laut "Bild" in Polizeigewahrsam. In der Nacht gab es schließlich Entwarnung: Eine Bombe wurde in der Arena nicht entdeckt.

Ein Augenzeuge filmte den Moment, in dem das Publikum zum Verlassen der Halle aufgefordert wurde. Zu hören ist, wie Warm-Upper Christian Oberfuchshuber die Zuschauer gleichzeitig zu beruhigen versuchte. "Alles wird gut", sagte er. Tatsächlich war die Halle innerhalb weniger Minuten nahezu leer. Recht schnell dann stand auch fest, dass die Finalshow nicht mehr fortgesetzt wird, wie ProSieben via Twitter verlauten ließ.

Im Programm musste der Sender unterdessen schnell reagieren: Nach der kurzfristig ausgestrahlten Werbepause zeigte ProSieben zunächst einen Einspieler zur Show, ehe schließlich ein weiterer Werbeblock folgte. Im Anschluss daran begann dann recht unvermittelt ein Spielfilm - in einem Laufband war zunächst von technischen Problemen die Rede, die es nicht möglich machten, aus Mannheim zu senden. Wann das Finale nachgeholt wird, stand am Abend freilich noch nicht fest. Das dürfte zunächst aber ohnehin die kleinste Sorge sein.

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