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61 Mitarbeiter müssen gehen

Kein tragfähiges Geschäftsmodell: doppio.tv gibt auf

 

Der neue Geschäftsführer macht kurzen Prozess: Wenige Wochen nach seinem Amtsantritt hat sich Ingo Kiedaisch dazu entschlossen, das Projekt doppio.tv zu beenden. Die Rede ist von einem fehlenden tragfähigen Geschäftsmodell.

von Alexander Krei
26.08.2016 - 16:33 Uhr

Nur wenige Wochen nach dem überraschenden Geschäftsführerwechsel bei doppio.tv (DWDL.de berichtete) gibt das Unternehmen auf. Nach einer gründlichen Prüfung der geschäftlichen Situation sowie der Perspektiven des Multimediakanals habe sich die neue Geschäftsführung dazu entschllossen, den Betrieb mit Wirkung zum 30. September einzustellen. Das bestätigte doppio.tv am Freitagnachmittag. Zuletzt waren bereits Gerüchte um ein mögliches Ende zu vernehmen gewesen.

"Letztlich hat das Fehlen eines mittelfristig tragfähigen Geschäftsmodells für diese Entscheidung den Ausschlag gegeben", hieß es jetzt von Seiten des Unternehmens in einer Erklärung. Die Entscheidung hat auch bittere Auswirkungen für die Belegschaft: In Folge der Betriebsaufgabe wurde 61 Mitarbeitern von doppio.tv gekündigt, die befristeten Verträge von weiteren sieben Mitarbeitern werden zudem nicht verlängert.

Ende Juli hatten Geschäftsführer Oliver Zachert und Berater Andreas Fritzenkötter die Firma verlassen. Fritzenkötter sprach da noch von einem "guten Konzept" - eine Ansicht, die der neue Geschäftsführer Ingo Kiedaisch ganz offensichtlich nicht teilte, wie die nun getroffene Entscheidung zeigt.

Gestartet war "doppio" im März 2011 als monatliches Magazin, das über 20 Tageszeitungen beilag. Vor knapp zwei Jahren erfolgte schießlich eine grundlegende Neuausrichtung, mit der die Einstellung des gedruckten Magazins einherging. Stattdessen wurde neben einem E-Paper auch doppio TV gestartet - mit Ziel, eigene Video-Inhalte rund um die Themen Luxus, Reise, Genuss und Wirtschaft zu produzieren.

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