Senta Berger © Warner Bros.
Verleihung am 2. Februar in Düsseldorf

Deutscher Fernsehpreis: Senta Berger erhält Ehrenpreis

 

Wenn sich die TV-Branche am Donnerstag kommender Woche in den Düsseldorfer Rheinterrassen trifft, ehren die Stifter des Deutschen Fernsehpreises Schauspielerin Senta Berger mit dem diesjährigen Ehrenpreis für Ihre Verdienste in Film und Fernsehen.

von Thomas Lückerath
24.01.2017 - 11:00 Uhr

Ausgezeichnet werde eine Künstlerin, „die mit ihrem vielfältigen Schaffen über Jahrzehnte immer wieder neue Impulse gesetzt und damit zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler, aber auch Regisseure, Autoren und nicht zuletzt ihr Publikum immer wieder inspiriert hat“, so das Urteil des Stifterkreises zu dem ARD, ZDF, RTL und Sat.1 gehören.

„Es ist mir eine ganz besondere Freude, Senta Berger mit dem Ehrenpreis des Deutschen Fernsehpreises auszuzeichnen. Wir ehren damit eine Ausnahme-Künstlerin, die national und international für exzellente Qualität steht und die das fiktionale Fernsehen vom legendären ‚Kir Royal‘ bis zur Reihe ‚Unter Verdacht‘ geprägt hat und deren Verdienste um das deutsche Fernsehen wie um das Kino, nicht zuletzt als langjährige Präsidentin der Filmakademie, herausragend sind“, so Dr. Thomas Bellut, Intendant des ZDF und diesjähriger Vorsitzender der Stifterrunde.



Senta Berger ist eine der bekanntesten und zugleich besten Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum, die in diesem Jahr bereits ihr 60-jähriges Bühnenjubiläum feiert. 1957 erhielt das damals 16-jährige Nachwuchstalent eine erste Rolle in einem österreichischen Film von Willi Forst: „Die unentschuldigte Stunde“. Im gleichen Jahr übernahm sie ihre erste Sprechrolle in dem Heimatfilm „Die Lindenwirtin vom Donaustrand“ mit Hans Moser. Mit 17 stand sie für Hollywood vor der Kamera. Zahlreiche Theaterstücke, Fernseh- und Kinofilme in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Hollywood folgten in den Jahrzehnten.

1966 heiratete Senta Berger in München den Schauspieler und Regisseur Michael Verhoeven. Mit ihm gründete sie eine eigene Produktionsfirma, die Sentana Filmproduktion, aus der später Klassiker wie „Die weiße Rose“ oder „Das schreckliche Mädchen“ hervorgingen. In den 80ern hinterließ sie im deutschen Fernsehen einen bleibenden Eindruck mit ihrer Rolle der Mona in Helmut Dietls Fernsehserie „Kir Royal“ an der Seite von Franz Xaver Kroetz und Dieter Hildebrandt. 1989 übernahm sie die Titelrolle der nach einer Idee ihres Mannes Michael Verhoeven entwickelten Serie „Die schnelle Gerdi“, und seit 2002 steht sie regelmäßig für die ZDF-Krimireihe „Unter Verdacht“ als Kriminalrätin Dr. Eva-Maria Prohacek vor der Kamera.

Senta Berger war sechs Jahre lang gemeinsam mit Günther Rohrbach die erste Präsidentin der neugegründeten Deutschen Filmakademie – sie hat das deutsche Fernsehen und den deutschen Film sehr geprägt - und als pensionierte Lehrerin ist sie derzeit in der von ihrem Sohn Simon Verhoeven inszenierten Komödie „Willkommen bei den Hartmanns“ zu sehen, dem erfolgreichsten deutschen Kinofilm des vergangenen Jahres.

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