Schon als Amazon Mitte November seine nächste "Pilot Season" eröffnete, stand die unter keinem guten Stern: Kurz zuvor musste Amazon-Studios-Chef Roy Price im Zuge von Vorwürfen wegen sexueller Belästigung seinen Hut nehmen, auch der Entwicklungs-Chef für Comedys nahm seinen Hut. Amazon Studios steht vor einer Neuorientierung, Jeff Bezos will dem Vernehmen nach endlich einen globalen Hit à la "Game of Thrones" sehen, nachdem man sich in Sachen Kritiker-Lob zuletzt auch noch von Hulu und dessen "Handmaid's Tale" überholen lassen musste.

Nachdem dann auch keine der drei Comedy-Piloten auf übermäßig gutes Feedback stieß, verwundert die Entscheidung nun auch nicht, keinen davon in Serie zu schicken. Damit wird es also unter anderem nicht zum Serien-Comeback von Glenn Close kommen, die in "Sea Oak" zu sehen gewesen wäre. Auch für "Love you more" und "The Climb" geht es nicht weiter. Das magere Ergebnis dürfte Amazon den Abschied von den "Pilot Seasons" einfacher machen: Auch dort setzt man inzwischen verstärkt auf Direct-to-Series-Bestellungen ohne vorherige aufwendige Produktion und Veröffentlichung einer Pilotfolge.

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