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Ist Diveo das bessere HD+?

Neue Plattform: Diveo soll den Sat-Markt aufmischen

 

HD+ bekommt neue Konkurrenz: Das internationale Medienunternehmen M7 bringt mit Diveo eine neue Plattform auf den deutschen Markt, die lineares Satelliten-Fernsehen mit Online-Inhalten verbindet. Das Angebot umfasst auch Pay-TV-Sender.

von Alexander Krei , Köln
15.02.2018 - 00:00 Uhr

Bislang fungiert das internationale Medienunternehmen M7 mit seiner Pay-TV-Plattform als Dienstleister, nun will man die Kunden auch direkt ansprechen. Diveo nennt sich die neue Plattform, die sich als Hybrid zwischen Satelliten- und Internetfernsehen versteht, und ab sofort zu buchen ist. Weil Diveo - ein Spiel mit dem Wort Video - über Astra 19,2° Ost verbreitet wird, steht das neue Angebot auch in Konkurrenz zur von Astra betriebenen Plattform HD+. Beide Anbieter eint, dass sie zahlreiche Privatsender in HD ausstrahlen. Im Gegensatz zu HD+ will Diveo allerdings durch weitere Vorteile auf sich aufmerksam machen.

Mit einer App können die Kunden nämlich auch lineare und non-lineare TV-Inhalte auf dem Fernseher, auf Endgeräten wie Tablet, Smartphone oder PC im Heimnetzwerk sowie unterwegs über WLAN oder mobiles Internet ansehen. Über die App können Sendungen aufgenommen oder Aufzeichnungen in der Cloud gespeichert werden. Darüber hinaus ist es möglich, das laufende Programm neu zu starten sowie auf Mediatheken und eine VoD-Bibliothek zuzugreifen. Benötigt wird dafür die von M7 entwickelte hybride Diveo-Box oder ein CI+-Modul. In Kürze soll außerdem eine TV-App für Samsung-Geräte bereitgestellt, Varianten für weitere Hersteller sollen folgen.

"Kunden profitieren von der Freiheit, selbst bestimmen zu können, welche TV-Inhalte wann, wo und wie konsumiert werden", sagt Oliver Rockstein, der als Executive Vice President der M7 Group Diveo verantwortet. "Dabei nutzen wir die Qualität des Satelliten und die Kraft der Digitalisierung." Spannend ist Diveo aber auch aus einem anderen Grund: Im Gegensatz zu HD+ bietet das M7-Produkt nämlich auch die Möglichkeit, Pay-TV-Sender zu abonnieren - das ist via Satellit aktuell ausschließlich über Sky möglich. Und weil Sky sich zuletzt von mehreren Partnersendern trennte, könnte Diveo in diesem Bereich künftig eine echte Lücke besetzen.

Zu den bislang verfügbaren Pay-TV-Sendern zählen 13th Street, SyFy, FOX, Sony Channel, Universl Channel, AXN, ProSieben Fun, Sat.1 Emotions, kabel eins Classics, MTV Live HD, NatGeo Wild, auto motor und sport channel, Sport1 US, sportdigital, Gute Laune TV, Heimatkanal, Kinowelt TV, Marco Polo TV, Mezzo Live HD, Penthouse HD, Planet, RCK TV und der Silverline Movie Channel. All diese Sender sind zusammen mit den HD-Versionen von RTL, Sat.1, ProSieben oder Eurosport 1 im "Vielfalt"-Paket zum Preis von 16,90 Euro pro Monat zu haben. Im Paket "Entdecker" befinden sich drei dieser sogenannten "Premium-Sender", die sich auf Wunsch monatlich ändern lassen.

Als Einstieg dient das "Erlebnis"-Paket zum Preis von 7,90 Euro pro Monat, das nach Angaben von M7 insgesamt mehr als 50 HD-Sender umfasst. Der Preis liegt damit über dem von HD+, allerdings sind die TV-App und bis zu zehn Stunden Speicherplatz in der Cloud in den drei Paketen für alle Kunden bereits enthalten. Auf Wunsch kann der Speicherplatz gegen einen Auspreis von zwei bis acht Euro zudem deutlich erweitert werden. Zum Start wirbt Diveo mit einem Frühbucher-Angebot, das bei Online-Bestellung eine kostenlose Nutzung bis zum 30. April vorsieht. Die Box und das CI+-Modul sind darüber hinaus aktuell zu einem rabattierten Preis von 79 beziehungsweise 49 Euro zu haben.

Spätestens im März, wenn Diveo auch im stationären Handel vertrieben werden soll, wird sich zeigen, ob auf dem deutschen Markt Bedarf für das Hybrid-Modell von M7 besteht. Angesichts von 17 Millionen Satelliten-Haushalten zeigten sich die Verantwortlichen um Oliver Rockstein bei der Vorstellung ihres neuen Angebots in Köln betont optimistisch. Wie viele Kunden sie mit Diveo erreichen wollen, ließen sie jedoch offen.

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