Discovery Communications © Discovery
"Wichtiger Meilenstein"

Milliarden-Deal: Discovery schließt Scripps-Übernahme ab

 

Discovery Communications hat die Übernahme von Scripps Networks Interactive abgeschlossen. Mehr als 14 Milliarden US-Dollar lässt das Unternehmen dafür springen - im Gegenzug stärkt Discovery seine Position bei weiblichen Zielgruppen.

von Alexander Krei
07.03.2018 - 13:02 Uhr

Im vorigen Sommer kündigte Discovery Communications an, das Medienhaus Scripps Networks Interactive für 14,6 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen (DWDL.de berichtete). Jetzt ist die Übernahme erfolgreich abgeschlossen worden, wie Discovery am Mittwoch bekanntgab. Das zusammengeschlossene Unternehmen firmiert ab sofort unter Discovery, Inc. und ist ein echter Factual-Riese, auch wenn Scripps bislang deutlich stärker auf den Heimatmarkt USA fokussiert war als Discovery.

Mit der Übernahme von Scripps kommen nun jedenfalls weitere Sender mit Schwerpunkt Factual Entertainment hinzu, die sich jedoch vorwiegend an weibliche Zielgruppen richten. Dazu gehört unter anderem HGTV (Home & Garden TV), Food Network, Travel Channel, DIY Network, Cooking Channel und Great American Country. In Deutschland hat das Unternehmen erst im vergangenen Jahr einen großen Programm-Deal mit ProSiebenSat.1 geschlossen. Zusammen produziert das Medienhaus nach aktuellem Stand 8.000 Programmstunden Factual Entertainment pro Jahr.

"Der heutige Tag markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte von Discovery", sagte David Zaslav, Präsident und Chief Executive Officer von Discovery. "Als ein neues, weltweit führendes Medienunternehmen im Bereich Real-Life-Entertainment bietet Discovery seinen Zuschauern rund um den Globus Inhalte, die inspirieren, informieren und unterhalten - über alle Bildschirme hinweg. Darüber hinaus eröffnet Discovery Werbetreibenden und Distributionspartnern neue Möglichkeiten, Kunden zielgruppespezifisch und mit hoher Reichweite anzusprechen. Somit schaffen wir für alle unsere Steakholder einen hohen Mehrwert."

Von dem Milliarden-Deal sollen auch die deutschen Discovery-Sender, darunter DMAX und TLC, profitieren. "Wir freuen uns auf die neuen Möglichkeiten, die sich durch den erfolgreichen Zusammenschluss auch für unsere Aktivitäten in Deutschland als einem der weltweit größten Fernsehmärkte ergeben", betonte Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin von Discovery Networks Deutschland. "Von einem noch vielfältigeren und zielgruppengenaueren Angebot über alle Kanäle werden unsere Zuschauer und Werbepartner gleichermaßen profitieren."

Nach Angaben von Discovery wird erwartet, dass die Akquisition im ersten Jahr nach dem Closing zu einem Anstieg des bereinigten Ergebnisses je Aktie und des Free Cashflow führen wird, einschließlich der Kostensynergien, die mit 350 Millionen US-Dollar angenommen werden. Ziel sei eine gestärktes Geschäftsmodell, "das eine zügige Rückführung von Fremdkapital ermöglicht und als Basis für weiteres Wachstum und Wertschöpfung dient", heißt es.

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