Mediengruppe RTL Deutschland © MG RTL
Nicht nur die "roten Bänder"

RTL-Gruppe entdeckt Kinokoproduktionen für sich

 

Mit dem Prequel zum "Club der roten Bänder" arbeitet die Mediengruppe RTL Deutschland derzeit schon an einer prominente Kino-Koproduktion. Und dabei soll es nicht bleiben, wie Vertreter der Sender wie auch von Universum Film betonen.

von Uwe Mantel
29.06.2018 - 17:39 Uhr

Im Feld der Kinokoproduktionen war auf der Seite des Privatfernsehens in den letzten Jahren eher die ProSiebenSat.1-Gruppe unterwegs, in einem Interview mit "Blickpunkt Film" bemühen sich nun aber gleich vier Leute - Philipp Steffens und Hauke Bartel (Fiction-Chefs von RTL und Vox) sowie Max Conradt und Bernhard zu Castell (beide Universum Film) - die Mediengruppe RTL Deutschland als großen Ansprechpartner für solche Projekte in den Vordergrund zu rücken. Dabei verweist man darauf, dass die Gruppe zum Einen über starke Sender, zum anderen mit Universum Film über einen starken Kinopartner verfüge.

"Wir haben beschlossen, uns noch konkreter und stärker auszutauschen, um auf allen Ebenen eine Heimat für die Kreativen zu sein. Autoren, Regisseure, Produzenten und auch Schauspieler sollen nicht nur zu uns kommen, wenn sie mit einer bestimmten Farbe ein großes Publikum bei RTL oder Vox ansprechen wollen. Auch wenn sie Lust haben, einen Kinofilm zu machen, finden sie bei uns den richtigen Partner", so RTL-Fictionchef Steffens. Dabei sei man offen für Projekte in jedem Stadium. Egal an welchen Partner man sich wende, überall werde dann geprüft, ob sich der Stoff eher für einen Fernsehfilm eigne, oder doch einen Kinofilm hergebe.

Dass RTL zuletzt sein Engagement im Film-Bereich eher zurückgefahren hat, habe inhaltliche Gründe gehabt. "Wir hatten nicht den Eindruck, dass die Zuschauer weiterhin noch Katastrophenfilme sehen wollen. Uns wurden aber auch gar nicht mehr so viele geeignete Eventstoffe eingereicht, weil sich viele auf Serie und Eventserie konzentriert haben", so Philipp Steffens. Den Kinofilm zum "Club der roten Bänder" will man als "Signal an die Branche" verstanden wissen - und darf generell als Vorbild herhalten.

"'Club der roten Bänder' ist ein gutes Beispiel dafür, was wir suchen, weil es eine emotional starke Geschichte erzählt, Figuren, mit denen man mitgeht und die einen, egal wie schwer das Thema ist, am Ende fröhlich aus dem Kino entlassen. Mit solchen Filmen können im Anschluss auch die Sender etwas anfangen. Das kommerzielle deutsche Kino ist am erfolgreichsten, wenn es schafft, solche Geschichten zu erzählen", sagt Max Conradt. Auf eine Anzahl an Projekten oder ein verfügbares Budget will er sich nicht festlegen. "Wenn es viele Stoffe sind, setzen wir diese auch um. Das ist am Ende das Entscheidende für die Kreativen."

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