Marie-Luise Marjan bei Rote Rosen © ARD/Nicole Manthey
"Lindenstraße" wird beendet

Mutter Beimer: "Das sagt alles über die ARD aus"

 

Die Wellen nach dem angekündigten Aus der "Lindenstraße" schlagen weiter hoch, nun hat sich Marie-Luise Marjan, besser bekannt als Mutter Beimer, in der "BamS" zu Wort gemeldet und die ARD für ihre Entscheidung scharf angegriffen.

von Timo Niemeier
18.11.2018 - 11:18 Uhr

Die "Lindenstraße" wird beendet, 2020 ist die letzte Folge im Ersten zu sehen. Nach rund 34 Jahren endet der Serienklassiker, weil sich die ARD gegen die Fortsetzung entschieden hat.  Bei den Produzenten kam das überhaupt nicht gut an. "Lindenstraße"-Erfinder Hans W. Geißendörfer und seine Tochter Hana, zuletzt in der Verantwortung für die Serie, erklärten, man sei bestürzt über das Ende (DWDL.de berichtete). Nun hat sich auch Marie-Luise Marjan zu Wort gemeldet, die Schauspielerin ist seit der ersten Folge 1985 als Mutter Beimer in der "Lindenstraße" zu sehen.

In der "Bild am Sonntag" ("BamS") sagt Marjan, man sei mehr als nur eine "lapidare Serie" gewesen. Die "Lindenstraße" habe einen "gesellschaftspolitischen Anspruch" gehabt. Marjan: "Nun einfach zu sagen, ‘Wir wollen das nicht mehr’ sagt eigentlich alles über die ARD aus." Ähnlich hatten sich auch die Geißendörfers geäußert. "Die ARD hat einen öffentlich-rechtlichen Auftrag. Wir zahlen Steuern dafür. Und wir müssen doch ein gehaltvolles Programm bekommen", sagt die Schauspielerin.

Bei den Steuern hat sie allerdings Unrecht: Für die Öffentlich-Rechtlichen werden keine Steuern gezahlt, sondern der Rundfunkbeitrag. Der WDR habe die Sendung zu Kult erhoben - "Kult schafft man nicht ab". Sie hoffe, so die Schauspielerin, dass die Zuschauer ihre Stimme gegen die Entscheidung der ARD erheben werden. "Jetzt werden wir ihnen zeigen, dass wir unentbehrlich sind."

In den vergangenen Jahren haben sich allerdings immer mehr Zuschauer von der Serie abgewandt und nicht mehr eingeschaltet, die Quoten der "Lindenstraße" sanken stetig. Auch deshalb hat sich die ARD gegen eine Fortsetzung entschieden. Darüber hinaus argumentierte man mit vergleichsweise hohen Produktionskosten und Sparzwängen. 

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