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Antrag bei der mabb

Brexit: Auch DAZN beantragt Lizenz in Deutschland

 

Durch den drohenden Brexit suchen immer mehr in Großbritannien lizenzierte TV-Sender oder Streamingdienste nach neuen Lizenzgebern. Nun hat auch DAZN eine deutsche Lizenz beantragt, bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg ist ein entsprechender Antrag eingegangen.

von Timo Niemeier
16.01.2019 - 13:01 Uhr

Der Streamingdienst DAZN hat bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) einen Antrag auf eine Sendelizenz gestellt. Bereits am 20. Dezember ist dieser Antrag bei der mabb eingegangen, vor wenigen Tagen wurde er nun der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) zur Überprüfung vorgelegt. Laut KEK gilt der Antrag für DAZN in Deutschland, Österreich, Italien und Spanien. Damit sind alle EU-Länder, in denen DAZN seinen Dienst anbietet, abgedeckt.

Der Antrag umfasst zudem die beiden linearen Sender DAZN 1 Bar HD und DAZN 2 Bar HD - diese sind das Angebot des Dienstes für Kneipen- und Barbesitzer (DWDL.de berichtete). Noch Anfang Dezember wollte sich DAZN gegenüber DWDL.de nicht zu konkreten Brexit-Maßnahmen äußern. Damals hieß es nur: Man werde sicherstellen, dass man auch nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union über entsprechende Lizenzen verfüge. Jetzt bestätigt das Unternehmen den Antrag bei der mabb.

Bislang war DAZN bei der britischen Ofcom lizenziert - diese Lizenz gilt damit automatisch auch für alle anderen EU-Länder. Kommt der Brexit, verliert die Sendelizenz außerhalb Großbritanniens ihre Gültigkeit. Daher müssen sich die Unternehmen um Lösungen in anderen Staaten bemühen, wollen sie ab April weiter rechtssicher senden. Turner Broadcasting hat bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) bereits Lizenzen für einige seiner Sender beantragt und auch NBC Universal Global Networks hat sich bei der BLM um deutsche Lizenzen bemüht.

"Wir empfehlen den Sendern ganz klar, ihre Lizenzsituation so zu ändern, dass sie eine stabile Rechtslage haben. Ich würde das Risiko als Unternehmen nicht eingehen", erklärte Tobias Schmid, Europabeauftragter der Medienanstalten und Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, zuletzt gegenüber DWDL.de. Inzwischen kommen dem auch immer mehr Unternehmen nach. TV-Sender und Streamingdienste müssen sich bei den Lizenzen aber natürlich nicht nur auf Deutschland beschränken, für eine EU-weite Gültigkeit bedarf es lediglich einer Lizenz in einem anderen EU-Land. So sind auch schon bei der irischen Medienbehörde einige Anträge eingegangen.


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