Im Oktober ist bekanntgeworden, dass es bei Media Broadcast geschäftlich derzeit eher schlecht läuft. Damals informierte die Gewerkschaft ver.di darüber, dass man mit dem Unternehmen über die Einführung einer Vier-Tage-Woche verhandele (DWDL.de berichtete). Und genau die kommt nun: Ab dem 1. April dieses Jahres müssen die Mitarbeiter nur noch 32 statt 38 Stunden arbeiten - verteilt auf vier Tage in der Woche. Gleichzeitig hat sich Media Broadcast dazu verpflichtet, bis Ende 2023 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen.


Durch die Arbeitszeitverkürzung verdienen die Mitarbeiter künftig aber auch weniger. Das Bruttogehalt der tariflichen Mitarbeiter wird um mindestens 7,29 Prozent gesenkt. Gleichzeitig will man einen Ausgleich für Nachteile schaffen, die den Mitarbeitern in der Altersversorgung entstehen. Für die Kunden soll sich derweil nichts ändern. Das Unternehmen betont, dass der Service auch weiterhin an 365 Tagen im Jahr arbeiten wird.

Wolfgang Breuer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Media Broadcast, sagt: "Wir sind überzeugt davon, gemeinsam mit dem Tarifpartner ver.di eine passgenaue, zukunftsweisende, für alle Parteien vorteilhafte Lösung gefunden zu haben. Wir gewinnen in Zeiten der digitalen Transformation unseres Unternehmens mehr Flexibilität für Anpassungen und stärken gleichzeitig die Fähigkeit zu Investitionen in neue Geschäftsbereiche, in Zukunftstechnologien und in Mitarbeiter."

Trotz der negativen Schlagzeilen rund um die geschäftlichen Probleme erhofft sich Media Broadcast durch das neue Arbeitszeitmodell attraktiver für junge Talente und Spitzenkräfte zu werden. Sie alle könnten auf einem "attraktiven Gehaltsniveau" Familie, Beruf und Freizeit künftig besser unter einen Hut bekommen. Zu den Veränderungen im Unternehmen kommt es aufgrund des Umbruchs von analoger Technik hin zu weniger wartungs- und damit auch weniger personalintensiven digitalen Plattformen.