Michael Loeb und Frank Nielebock © WDR mg
"Herausfordernde Zeiten"

WDR mediagroup: Umsatz sinkt, aber Überschuss steigt

 

Die WDR mediagroup hat ihre Geschäftszahlen für 2018 vorgelegt. Sie sind Ausdruck der veränderten Rahmenbedingungen: Während die Reduzierung der Werbezeiten den Umsatz drückt, sorgt die Umstrukturierung für positive Kennzahlen.

von Alexander Krei
16.07.2019 - 08:00 Uhr

Nach der beendeten Umstrukturierung liegen die Geschäftszahlen der WDR Mediagroup für das Jahr 2018 vor. Der Ergebnisbeitrag an den Gesellschafter WDR lag demnach bei 44,1 Millionen Euro - die Rede ist von einem "weiterhin sehr hohen Niveau". Der Konzernumsatz sank allerdings leicht im Vergleich zum Vorjahr auf 133,5 Millionen Euro, was jedoch auch mit dem Wegfall der Radiowerbung bei WDR 4 zusammenhängt. Der Jahresüberschuss stieg dennoch im Gegenzug um 1,2 Millionen Euro auf 14,8 Millionen Euro. 

Die Zahlen sind Ausdrück der Veränderungen des Unternehmens: Während sich die Werbezeitenreduzierung negativ auswirkt, schlägt sich die schlankere Gesamtstruktur positiv nieder -  von insgesamt 470 Vollzeitstellen hatte die WDR mediagroup zuletzt mehr als 150 Vollzeitstellen sozialverträglich abgebaut (DWDL.de berichtete). "Dank unserer konsequent umgesetzten Neuausrichtung und der damit einhergehenden Kosteneinsparung konnten wir den Jahresüberschuss steigern", sagte Geschäftsführer Frank Nielebock. 

Zugleich zeigte er sich davon überzeugt, dass man für die Zukunft gut aufgestellt ist. "Die gesamte Entwicklung bestärkt uns darin, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen", so Nielebock. Eine Unsicherheit bleibt allerdings: Noch immer ist nicht klar, ob der WDR in Zukunft bei einer weiteren Hörfunkwelle auf Werbung verzichten muss. Bis Ende kommenden Jahres greift allerdings erst mal eine Verschiebung. Ein Guthaben soll bis dahin klären, ob eine weitere Reduzierung überhaupt zu mehr Einnahmen bei den Privaten führt oder nicht. 

"In einem hoch kompetitiven Markt, bei fortschreitender Digitalisierung in einem immer globaleren Wettbewerbsumfeld müssen wir auch künftig genau beobachten, wo die WDRmg im Markt steht und entsprechend zügig handeln", erklärte Geschäftsführer Michael Loeb. WDR-Intendant Tom Buhrow sprach mit Blick auf die Geschäftszahlen indes von einem guten Ergebnis in "herausfordernden Zeiten" und sagte: "Unser Dank geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit hohem Engagement gemeinsam mit der Geschäftsführung für diese Zahlen verantwortlich sind."

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