Das Geheimnis des Totenwaldes © NDR/ARD Degeto/Christiane Pausch
"Das Geheimnis des Totenwaldes"

2017 angekündigter ARD-Dreiteiler kommt doch noch

 

Nach einer ersten Ankündigung vor fast zwei Jahren haben nun die Dreharbeiten für einen neuen ARD-Dreiteiler begonnen. Es geht um einen lange ungeklärten Kriminalfall, in den 2017 und 2018 Bewegung kam. Das sorgte auch für Verzögerungen bei der Produktion.

von Timo Niemeier
08.08.2019 - 17:54 Uhr

Vor fast zwei Jahren hat der NDR erstmals angekündigt, einen Kriminalfall verfilmen zu wollen, der bis dahin fast 30 Jahre lang ungelöst war (DWDL.de berichtete). 2018 wurden dem mutmaßlichen Mörder noch weitere Taten nachgewiesen, das verzögerte ganz offensichtlich auch die Dreharbeiten zum Dreiteiler. Nun haben aber doch noch die Dreharbeiten begonnen. Der Dreiteiler mit dem Arbeitstitel "Das Geheimnis des Totenwaldes", der von ConradFilm und Bavaria Fiction produziert wird, entsteht nun noch bis Anfang November und soll 2020 im Ersten zu sehen sein. Den Weltvertrieb übernimmt Global Screen von Telepool. Als Hauptdarsteller zu sehen sein werden Matthias Brandt, Karoline Schuch, August Wittgenstein, Silke Bodenbender und Nicholas Ofczarek.

Inhaltlich beschäftigt sich der Dreiteiler mit dem lange Jahre lang ungelösten Kriminalfall: Im Sommer 1989 verschwindet Barbara Neder (Silke Bodenbender), die Schwester des hochrangigen Hamburger Polizisten Thomas Bethge (Matthias Brandt), spurlos aus ihrem Haus nahe der Stadt Weesenburg in Niedersachsen. Kurz zuvor sind in einem nahegelegenen großen Waldgebiet zwei Paare grausam ermordet worden. Schnell gerät der Künstler Hans Lingner (Daniel Lommatzsch) in Verdacht: Er wohnt am Rande des Waldes und ist ein Waffennarr. Einen Zusammenhang zwischen den Mordfällen im "Totenwald" und dem Verschwinden von Barbara Neder sehen die Ermittler zunächst nicht. 

Die niedersächsische Polizei verdächtigt stattdessen bald den Ehemann Robert Neder (Nicholas Ofczarek), der sich gerade von seiner Ehefrau scheiden lassen wollte. Auch Tochter Theresa (Janina Fautz) leidet stark unter dem Verschwinden der Mutter und den Verdächtigungen gegen den Vater. Deswegen hält auch sie bald den eigenen Vater für den Mörder der Mutter. Derweil steht der Bruder der Vermissten vor der schwierigsten Aufgabe seines Lebens: Er will seine Schwester finden, darf aber als Hamburger Polizist nicht in Niedersachsen ermitteln. Unterstützung erfährt er von seinen Kollegen Anne Bach (Karoline Schuch) und Frank Behringer (Andreas Lust). Selbst nach seiner Pensionierung recherchiert Thomas Bethge mit diesem Team intensiv weiter und findet schließlich die Überreste seiner Schwester. 

Die Drehbücher des Dreiteilers kommen von Emmy- und Grimme-Preisträger Stefan Kolditz ("Tatort: Verbrannt", "Unsere Mütter, unsere Väter"). Als Fachberater unterstützen die ehemaligen LKA-Chefs Wolfgang Sielaff, um dessen Schwester es geht, und Reinhard Chedor die Produktion. Regie führt Sven Bohse ("Wendezeit", "Ku'damm"-Reihe).

2017 hatte der NDR übrigens auch eine Doku angekündigt, die thematisch passend mit dem Dreiteiler entstehen sollte. Mit der ist der Sender auch schon deutlich weiter als mit dem Film. "Eiskalte Spur - Der Göhrde-Mörder und die verschwundene Frau" ist am 27. September ab 20:15 Uhr im NDR Fernsehen zu sehen. In der 90-minütigen Doku wird der Fall noch einmal nachgezeichnet, das Team hat den ehemaligen LKA-Chef Wolfgang Sielaff und seine Mitstreiter drei Jahre lang bei der Suche nach der verschwundenen Frau, Sielaffs Schwester, begleitet und war bei allen wichtigen Momenten mit der Kamera dabei. Auch dann, als die private SOKO das Rätsel endlich lösen konnte und dabei half, weitere Mordfälle aufzudecken. Sielaff fand schließlich sogar die Überreste seiner Schwester. 

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