Tschill out © NDR/Christine Schroeder
Getrübte "Tatort"-Bilanz

Schweiger: "Ob alles perfekt gelaufen ist? Auf keinen Fall."

 

Kurz vor seinem "Tatort"-Neustart hat Til Schweiger mit Blick auf die Zusammenarbeit mit dem NDR eine unzufriedene Bilanz gezogen. Dass er seinen Vertrag verlängern wird, will der Schauspieler dennoch nicht ausschließen.

von Alexander Krei
28.12.2019 - 10:10 Uhr

Verschobene Ausstrahlung, zu wenig Werbung für den Kinofilm, eine Ausstrahlung im Sommer: Til Schweiger hat im Interview mit der "Goldenen Kamera" einige Gründe aufgezählt, die seiner Meinung nach der Grund für die rückläufigen Zuschauerzahlen seiner "Tatort"-Filme sind. Auf die Frage, ob er sich vom NDR gut genug behandelt fühlt, äußert er sich zunächst mit einem Seufzer.

Danach kommt er auf NDR-Unterhaltungschef Thomas Schreiber zu sprechen. "Menschlich finde ich Thomas Schreiber super. Aber ob alles perfekt gelaufen ist? Auf keinen Fall. Ob man den 'Tatort' hätte verschieben sollen? Ebenfalls auf keinen Fall. Das hat uns das Genick gebrochen." Die Rolle des Nick Tschiller würde Schweiger dennoch wieder annehmen, "weil es eine geile Rolle ist", wie der Schauspieler sagt.

Seine "Tatort"-Zukunft will er dennoch offen lassen. Laut Vertrag dreht er noch zwei weitere Folgen. "Und je nachdem, wie gut die Bücher sind und je nachdem, ob ich noch Bock habe oder der NDR noch Bock auf mich, machen wir vielleicht nochmal vier. Oder vielleicht nochmal acht." Ob er noch 2020 drehen wird, sei noch völlig offen. Aktuell gebe es noch kein Buch, so Schweiger gegenüber der "Goldenen Kamera".

Seinen nächsten "Tatort: Tschill out", der am 5. Januar gezeigt und auf der kleinen Insel Neuwerk spielt, sieht Til Schweiger derweil als Neustart. Zudem wurde das Budget zurückgefahren. "Wir mussten etwas drunter sein, weil nicht mehr ständig Wagen in die Luft fliegen oder mit der Panzerfaust geschossen wird", betont der Schauspieler. "Verfolgungsjagden und Schießereien sind deutlich teurer als filmische Mittel wie 'Schuss', 'Gegenschuss' und 'Totale'."

Die "paar Hunderttausend Euro mehr" seien bei den vorangegangenen "Tatorten" jedoch gut investiert gewesen, findet Schweiger, "weil wir viel Action abgeliefert haben und nicht bloß zwei Kommissare im Büro saßen, die den ganzen Tag rätselten, wer der Täter ist".


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