Free ESC © ProSieben
Der Produzent über seine Showidee

"Back to the roots": Stefan Raab über den "Free ESC"

 

Im Vorfeld des "Free ESC", den ProSieben am Samstag veranstaltet, hat sich Stefan Raab zum Projekt und möglichen Teilnehmern in einem Interview mit dem Sender geäußert zum Projekt geäußert. Er bleibt dabei weitgehend geheimnisvoll.

von Thomas Lückerath
13.05.2020 - 13:32 Uhr

Wenige Tage vor dem Wochenende, an dem eigentlich in Rotterdam der Eurovision Song Contest 2020 hätte stattfinden sollen, wird weiterhin über das ambitionierte Vorhaben von ProSieben spekuliert, zusammen mit Ideengeber Stefan Raab einen "Free ESC" zu veranstalten. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie groß und wie ernsthaft Sender und Produzent dieses Projekt angehen, mit dem man am Samstagabend gegen eine ESC-Ersatzshow der ARD sowie die von der EBU produzierte "Europe shine a light"-Show antritt.



"Selbstverständlich", sagt Stefan Raab jetzt in einem von ProSieben verbreiteten Interview auf die Frage, ob er es ernst meint mit dem "Free ESC". Das werde "ein echter neuer Musikwettbewerb, der das Vereintsein in der Unterschiedlichkeit der Kulturen und Regionen feiert. Leidenschaftlich progressiv. Aber back to the roots", erklärt der ehemalige Moderator und zuletzt kamerascheue TV-Produzent. "Wenn es als einzige Lösung einer Krise erscheint aufzugeben, dann ist der beste Zeitpunkt für die Geburtsstunde von etwas Neuem. Etwas, das den Blick nach vorne richtet und aus der Not eine Tugend macht."

Inzwischen hat ProSieben den Modus und die teilnehmenden Länder verraten: Auftreten sollen Künstlerinnen und Künstler aus 15 Ländern, offenbar auf der Kölner Showbühne. Die Punktevergabe - übrigens ganz nach ESC-Manier - übernehmen Vertreter aus den teilnehmenden Ländern, die da wären: Niederlande, Israel, Italien, Kroatien, Bulgarien, Schweiz, Kasachstan, Polen, Großbritannien, Spanien, Österreich, Türkei, Irland, Dänemark und Deutschland. Unbekannt ist, wer für welches Land antritt und dabei belässt es Stefan Raab auch in dem kurzen Interview.

Stefan Raab
Archivaufnahme von Stefan Raab (Foto: Imago Images / Sven Simon)

"Nur so viel: Für Deutschland tritt eine echte Legende an, die alle bisherigen deutschen Teilnehmer an europäischen Musikwettbewerben künstlerisch und charakterlich überstrahlt. Dazu sieht er auch noch unglaublich gut aus", verspricht Raab. Und wer nimmt sonst noch teil? Auch da gibt es natürlich nur Andeutungen: "Schon die Liste der Punkteverkünder ist sehr exquisit", weicht Raab aus. "Die Punkte für Polen verkündet Lukas Podolski. Nach Irland schalten wir zu Angelo Kelly. Und für das United Kingdom vergibt Spice Girl Melanie C die Punkte. Die Teilnehmerliste hat sich gewaschen."

Raab will ganz offensichtlich die Neugier wecken: "Moderatorin Conchita Wurst sowie zwei weitere Künstler haben bereits schon erfolgreich am ESC teilgenommen. Für mich ist wichtig, dass alle Künstler einen tatsächlichen Bezug zu dem Land haben, für das sie antreten. Die Musiker sind entweder dort geboren, besitzen die Staatsbürgerschaft des von ihnen vertretenen Landes oder ihre Eltern sind dort geboren. Der 'Free ESC' besinnt sich auf die eigentliche Idee eines europäischen Songwettbewerbs, nämlich auf den Wettkampf europäisch regionaler Kreativität."

ProSieben plant den von Raab TV produzierten "Free ESC" am Samstag ab 20:15 Uhr ein. Im Ersten läuft parallel um 20:15 Uhr zunächst "Eurovision Song Contest 2020 – das deutsche Finale live aus der Elbphilharmonie" mit Barbara Schöneberger. Nach "Tagesschau" und "Wort zum Sonntag" folgt dann ab 21:55 Uhr "Europe Shine a Light", die von der EBU produzierte Ersatzshow für ESC-Fans.

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