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KenFM arbeitet mit Produktionsfirma zusammen

Angriff auf "heute show"-Team: Verbindungen zu Ken Jebsen

 

Noch immer ist der Angriff auf das Team der "heute show" vom 1. Mai nicht aufgeklärt. Spiegel TV berichtet nun über eine neue These der Ermittler: Demnach hat Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen Verbindungen zur zuständigen Produktionsfirma.

von Timo Niemeier
18.05.2020 - 20:10 Uhr

Mitten in Berlin ist am 1. Mai ein Team der "heute show" von mehreren Unbekannten attackiert worden, die TV-Gruppe rund um Comedian Abdelkarim hatte gerade einen Dreh bei einer Hygienedemo abgeschlossen. Während Abdelkarim unverletzt blieb, mussten ein Redakteur, ein Kameramann, ein Kameraassistent sowie drei Security-Mitarbeiter ins Krankenhaus. Die Ermittler sprachen kurz nach dem Angriff von einer Tat aus dem linksextremen Milieu. Nun berichtet Spiegel TV über eine neue These der Ermittler, die das bestätigen würde.

Demnach hat Spiegel TV eine Verbindung zwischen dem bekannten Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen und der für den "heute show"-Dreh zuständigen Produktionsfirma TV United recherchiert. So soll eine von Ken Jebsen moderierte Talkshow in einem Studio von TV United produziert werden. 

Darüber hinaus recherchierte Spiegel TV auch, dass in einem Video auf KenFM (so heißt unter anderem der Youtube-Channel und die Webseite von Jebsen) bereits einen Tag vor dem 1. Mai vor den geplanten Dreharbeiten der "heute show" gewarnt worden sei. Spiegel TV führt das auf eine "Indiskretion in den Reihen der Produktionsfirma" zurück. So sollen die KenFM-Mitarbeiter von den anstehenden Dreharbeiten für die "heute show" erfahren haben. Nun gehen die Ermittler auch der Frage nach, ob die mutmaßlich linksradikalen Angreifer das Team attackierten, weil die Produktionsfirma auch mit Ken Jebsen zusammenarbeitet. 


Gegenüber Spiegel TV erklärte der Chef von TV United, Harald Ortmann, dass Ken Jebsen einer von vielen Kunden sei. Eine Kündigung des Mietverhältnisses sei rechtlich kaum möglich. Ortmann sieht demnach keinen Zusammenhang in dem Angriff und der Geschäftsbeziehung seines Unternehmens zu Jebsen. Der Verschwörungstheoretiker Jebsen arbeitete bis 2011 auch beim RBB und moderierte bei der Jugendwelle Fritz seine Sendung "KenFM". Der Sender verteidigte ihn nach antisemitischen Äußerungen zunächst, schmiss ihn kurz darauf aber doch raus. Auch der Programmchef von Fritz musste damals gehen. 

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