Bei den Fernsehsendern kann man nur noch auf eine starke Aufholjagd im zweiten Halbjahr hoffen - denn bislang gibt es keinerlei Anzeichen, dass sich der Werbemarkt in diesem Frühjahr entspannend würde. Die von Nielsen erhobenen Bruttowerbeumsätze lagen im Gegenteil im April noch deutlicher unter den Vorjahreswerten als zuletzt.
Der gesamte deutsche Brutto-Werbemarkt verzeichnete im April ein sattes Minus von 8,7 Prozent im Vergleich zum April des vergangenen Jahres. Dabei ist stets zu berücksichtigen, dass hier die Listenpreise zugrunde gelegt werden und Rabatte, Eigenanzeigen und Barter-Deals nicht entsprechend berücksichtigt sind.
Die Richtung ist aber klar und besorgniserregend - insbesondere mit Blick auf den TV-Werbemarkt, der den weiterhin größten Anteil am gesamten Werbeaufkommen ausmacht. Im April lagen die Bruttoumsätze hier nun 13,7 Prozent unter dem April-Wert des vergangenen Jahres. Auf die gesamten ersten vier Monate des Jahres bezogen, liegt das Minus für die TV-Vermarkter inzwischen bei 10,8 Prozent, verglichen mit einem Rückgang von 5,6 Porzent des Gesamtmarktes.
Neben den TV-Sendern sind sind auch die Publikumszeitschriften unter Druck, hier liegt das Minus für die ersten vier Monate des Jahres bei 9 Prozent, während für die Zeitungen sogar ein Plus von 2,5 Prozent ausgewiesen wird. Die Radiowerbung liegt mit 2,7 Prozent im Minus. Das größte Plus gibt's im Kino - was sich noch vor allem mit Corona-Effekten im vergangenen Jahr erklären lässt.
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