Entwarnung nach einem zwischenzeitlichen Bombenverdacht beim Hessischen Rundfunk: Eine in einem nicht-öffentlichen Teil eines Gebäudes des Senders gefundene vermeintliche Handgranate hat sich mittlerweile als Requisite herausgestellt. Eine Reinigungskraft hatte diese am Morgen entdeckt, in der Folge rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte zu einem Großeinsatz aus. Mehrere Gebäude im Funkhaus am Dornbusch mussten gegen 8 Uhr von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geräumt werden. 

Hinzugerufene Sprengstoffexperten brachten den Gegenstand zunächst auf einen nahegelegenen Sportplatz und untersuchten ihn dort. Kurze Zeit später dann die Entwarnung. Wie die "hessenschau" berichtet, sei das Handgranaten-Modell als Requisite zu einer Recherche rund um die Echtheit und Verwechselbarkeit von Attrappen genutzt und schließlich unbedacht in der Redaktion liegen gelassen worden. 

Polizei und Rettungskräfte waren vermutlich auch deshalb so alarmiert, weil erst am vergangenen Dienstag in der vielgenutzten Frankfurter U- und S-Bahnstation Hauptwache eine funktionsfähige Handgranate gefunden worden war. Die Hintergründe hier sind aktuell noch völlig unklar, die Polizei hat mittlerweile aber ein Fahndungsfoto eines verdächtigen Mannes veröffentlicht. Er soll die Handgranate in der Station in den frühen Morgenstunden abgelegt haben. Noch ist der Verdächtige allerdings nicht gefasst worden.

In den zurückliegenden Wochen gab es eine Reihe von Bombendrohungen gegen verschiedene Einrichtungen, auch Medienunternehmen waren davon betroffen. Beim ZDF auf dem Lerchenberg mussten daher zuletzt ebenfalls Büros geräumt werden - aber auch hier gab es nach kurzer Zeit Entwarnung (DWDL.de berichtete).