Fußball-WM 2026 © FIFA
Der Sportwettenanbieter Tipico hat in der vergangenen Woche für reichlich Verwirrung gesorgt. Via Pressemitteilung kündigte man zunächst an, ebenfalls alle Spiele der Fußball-WM zu übertragen - auf der eigenen Webseite sowie in der Tipico-App. Kurz darauf zog man die Pressemitteilung wieder zurück. Richtig ist: Bei Tipico sind die Spiele tatsächlich zu sehen, aber nur für Nutzer, die über Guthaben auf ihrem Tipico-Konto verfügen oder innerhalb der letzten 24 Stunden eine Wette platziert haben. Zur Qualität der Übertragungen machte Tipico keine Angaben, bei der Telekom sieht man die Konkurrenz aber gelassen. "Die Rechte für Wettanbieter werden separat vergeben und beinhalten allein eine Übertragung in geringerer technischer, inhaltlicher Qualität und Formatierung", so ein Telekom-Sprecher auf gegenüber der dpa. "Genau genommen ist es keine TV-Qualität." Nach dpa-Angaben werden die Übertragungen bei Tipico nicht nur eine geringere Auflösung als die TV-Bilder haben. Der Livestream beim Wettanbieter darf darüber hinaus maximal auf der Hälfte eines Handydisplays oder maximal einem Drittel eines anderen Bildschirms gezeigt werden. Es wird auch keinen deutschen Kommentar bei den Übertragungen geben. 

Micky Beisenherz © Deutsche Telekom
Micky Beisenherz wird während der Fußball-WM im Sommer als Experte bei MagentaTV fungieren - allerdings nicht bei den Spielübertragungen, sondern bei der Sendung "Breakfast Club". Diese hatte MagentaTV schon vor einiger Zeit angekündigt. Das Format wird ab dem 11. Juni aus dem deutschen WM-Studio gezeigt und ist frei empfangbar. Inhaltlich soll es um das nächtliche WM-Geschehen gehen. Laura Hofmann und Sascha Bandermann moderieren den "Breakfast Club" im Wechsel, Jan Henkel liefert Analysen. "Micky ist ein echter Gewinn für MagentaTV: Er ist wortgewandt, kennt keine Scheu vor unbequemen Fragen und hat eine enorme Begeisterung für den Sport. Er wird unserem WM-Programm noch mehr Tiefe verleihen und den Zuschauern vor den Bildschirmen eine erstklassige Mischung aus fundierter Analyse und exzellentem Entertainment bieten", sagt MagentaTV-Chef Arnim Butzen.

Sportschau © ARD
Im Mai wird es in der ARD gleich drei lange Box-Abende aus verschiedenen Orten in Deutschland zu sehen geben. Los geht’s am kommenden Samstag, den 9. Mai in Halle (Saale). Im WBO-Europe-Duell im Halbschwergewicht trifft Adam Deines auf Mateusz Tryc. Gezeigt wird auch das Re-Match Julian Vogel vs. Sami Ahmeti um die WBO-Junioren-Weltmeisterschaft im Superweltergewicht. Am Freitag, den 15. Mai, wird die "Night of the Heavyweights" übertragen. In der SAP-Arena geht es zum einen um die WBO-Europameisterschaft im Schwergewicht mit Emanuel Odiase gegen Nick Webb. Mit dem Hamburger Peter Kadiru, Bronze-Medaillen-Gewinner bei Olympia in Paris Nelvie Tiafack und dem bislang ungeschlagenen Viktor Jurk stehen weitere Schwergewichte bereit. Am 30. Mai überträgt die ARD aus Magdeburg, in der Messe steigt der Kampf um mehrere WBO-Titel im Cruisergewicht. Zu sehen gibt’s alle Übertragungen in der ARD-Mediathek und bei sportschau.de. Die Box-Abende am 9. und 30. Mai werden zudem im MDR Fernsehen übertragen.

Schalke 04 © Schalke 04
Noch bevor Schalke 04 am vergangenen Wochenende den Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht hatte, kündigte RTL+ eine Doku über den Verein an. Einen genauen Veröffentlichungstermin hat man nicht genannt, "Sach ma Schalke" soll aber noch im Mai auf der Streamingplattform veröffentlicht werden. Die Rede ist von einer "emotionalen Comeback-Story eines der populärsten Klubs im deutschen Fußball". Die zweiteilige Doku soll den Weg von Schalke 04 aus sportlicher Krise und existenzieller Unsicherheit zurück auf dem Weg in die höchste deutsche Spielklasse zeigen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur das sportliche Geschehen, sondern vor allem die Perspektive der Menschen, für die Schalke weit mehr ist als ein Verein. Darüber hinaus arbeitet auch Sky an einer Schalke-Doku. Allzu viele Details zum Projekt, das den Titel "Der letzte Schritt" tragen wird, gibt es noch nicht. Es wird aber auch um die Rückkehr in die Bundesliga gehen. 

Sky © Sky
Nach der NBA hat sich Sky jetzt auch die Rechte an der WNBA gesichert, also der US-Frauen-Basketball-Liga. Los geht’s bereits ab dem kommenden Wochenende, ab Sonntag (10. Mai) überträgt Sky während der Regular Season durchschnittlich vier Spiele pro Woche live. Zum Auftakt überträgt Sky Sport am Sonntagabend ab 23:30 Uhr das Spiel der Las Vegas Aces bei den LA Sparks. In den Playoffs sind alle Spiele der WNBA Finals 2026 sowie ausgewählte Spiele der ersten Runde und der Semi-Finals live zu sehen. Alle Spiele sind mit US-Originalkommentar zu sehen, ausgewählte Spiele sollen auch auf Deutsch begleitet werden. Dann unter anderem mit den aus den NBA-Übertragungen bekannten Expertinnen Svenja Brunckhorst und Marie Gülich.

Sportdigital 1+ © Sportdigital
Und auch das kleine Sportdigital hat sich neue Übertragungsrechte aus den USA gesichert. So sind künftig die europäische Liga European Football Alliance (EFA) sowie die US-amerikanische Ultimate Football League (UFL) beim Sender zu sehen. Die EFA startet mit sechs Teams aus vier Ländern in ihre Premierensaison, mit dabei sind die deutschen Franchises Frankfurt Galaxy und Munich Ravens. Gezeigt wird an jedem Spieltag im linearen TV auf Sportdigital1+ das Topspiel der Woche sowie weitere ausgewählte Begegnungen. Die erste UFL-Übertragung hatte Sportdigital bereits am vergangenen Wochenende im Programm. Gezeigt wird in den kommenden Wochen der weitere Verlauf der Regular Season, Playoffs inklusive Halbfinale und Finale sind komplett beim Sender zu sehen. 

Justizia © Photocase
Die ARD und ihr Sportjournalist Hajo Seppelt haben sich in zwei weiteren Gerichtsverfahren gegen die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) bzw. ihren Präsidenten Matthias Große durchgesetzt. Schon ein erstes, vom DESG angestrengtes Verfahren, ging in weiten Teilen zugunsten der ARD aus (DWDL.de berichtete).  Jetzt hat das Landgericht Hamburg Unterlassungsansprüche der DESG gegen eine nach den Olympischen Spielen in Mailand veröffentlichte Berichterstattung zurückgewiesen. Der Beitrag bleibt nach ARD-Angaben unverändert. Seppelt erwirkte zudem in einem Verfahren vor dem Landgericht Berlin II, in dem es um Aussagen von Große ging, eine einstweilige Verfügung. Große darf nicht mehr behaupten, Seppelt habe Sportlerinnen und Sportler bei Olympia "regelrecht gestalkt". Diese Behauptung war auch deshalb Unsinn, weil Seppelt gar nicht vor Ort war, sondern aus dem Olympia-Studio in Mainz berichtete. "Nachdem das Landgericht Hamburg zuvor im Verfügungsverfahren die Olympiaberichterstattung der ARD zur DESG in weiten Teilen bestätigt hat, sehe ich die investigative Sportberichterstattung der ARD und des Teams um Hajo Seppelt erneut gestärkt. Wir begrüßen all diese Gerichtsentscheidungen sehr", sagt ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky.

DAZN © DAZN
Am 10. Mai treffen Real Madrid und der FC Barcelona im legendären "El Clásico" aufeinander. Das Spiel ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich bei DAZN zu sehen. Der Sport-Streamingdienst hat jedoch angekündigt, das Spiel in beiden Ländern kostenlos für alle Fans zu übertragen - erneut. Schon im vergangenen Jahr entschied sich DAZN für eine kostenlose Ausstrahlung (DWDL.de berichtete). Zuschauerinnen und Zuschauer brauchen lediglich einen DAZU-Account. DAZN beginnt am 10. Mai um 20:30 Uhr mit der Berichterstattung, Anpfiff ist eine halbe Stunde später. Tobi Wahnschaffe führt durch den Abend, Sami Khedira ordnet das Geschehen als Experte ein und Jan Platte kommentiert die Partie. Die Stimmen vom Spielfeldrand fängt Field-Reporter Andrés Veredas ein. 

Sporteurope.tv © Sporteurope.tv
Der Deutsche Tennis Bund (DTB) und Sporteurope.TV haben eine langfristige Partnerschaft abgeschlossen. Die Kooperation umfasst die Tennis-Bundesliga der Herren und künftig weitere ausgewählte nationale Wettbewerbe, wie Deutsche Meisterschaften, die live und on demand auf Sporteurope.TV zu sehen sein werden. Highlight der Zusammenarbeit soll die neu formierte Konferenz der Tennis-Bundesliga werden. "Mit dem Deutschen Tennis Bund gewinnen wir einen der spannendsten Sportverbände Europas langfristig für Sporteurope.TV und unser Konzept der Teilhabe. Unser Ziel ist es, den deutschen Tennissport digital noch sichtbarer zu machen und den Fans ein modernes, umfassendes Streaming-Erlebnis zu bieten", sagt Björn Beinhauer, Geschäftsführer der DOSB New Media GmbH.

Disney+ © DWDL
Spannende Entwicklung in Belgien: Disney+ hat dort umfassende Sportrechte erworben. Beim Streamingdienst sind in den kommenden Jahren sowohl die Champions- und Europa League als auch die Conference League zu sehen. Disney+ wird damit mehr als 500 Live-Spiele pro Saison zeigen, die Vereinbarung beginn im Sommer 2027. Bislang teilten sich mehrere belgische Sender die Rechte, künftig liegen sie alle bei einem Anbieter. Für die Heimspiele belgischer Vereine wird sich Disney+ einen Free-TV-Sender als Partner suchen müssen, diese Partien sind besonders geschützt und müssen frei empfangbar gesendet werden. Disney+ und die UEFA arbeiten aktuell schon an anderer Stelle zusammen, so zeigt der Streamingdienst in ganz Europa die Women’s Champions League (DWDL.de berichtete).

Sport in Zahlen

Sky Sport Bundesliga © Sky
Mit der 2. Fußball-Bundesliga hat RTL am Sonntagnachmittag vor allem hintenraus gute Quoten eingefahren (DWDL.de berichtete). Aber auch Sky konnte sich über richtig starke Werte freuen. Die Konferenz erreichte beim Pay-TV-Sender 530.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, schon beim Gesamtpublikum entsprach das ganz starken 6,1 Prozent Marktanteil. In der klassischen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wurden noch bessere 10,9 Prozent gemessen. Die Übertragung im Pay-TV lag damit gar nicht so weit entfernt von der im Free-TV. 

Einschaltquoten © DWDL.de
Sehr erfolgreich war Sky auch abends mit der Formel 1: Das Rennen aus Miami verfolgten beim Sender durchschnittlich 740.000 Menschen. Damit konnte man den bisherigen Saisonschnitt deutlich übertreffen, bislang liefen die Rennen aber auch alle in den frühen Morgenstunden. Der Marktanteil (14-49) an diesem Sonntag fiel angesichts von 11,9 Prozent deutlich niedriger aus als zuletzt, mit dem Start um 19 Uhr hatte die Übertragung aber auch mit deutlich härterer Konkurrenz zu tun als beispielsweise das Rennen aus Australien, das es Anfang März ab 5 Uhr auf mehr als 46 Prozent Marktanteil brachte.