
Nach langer Schwächephase ist es RTL in den vergangenen Jahren gelungen, seine Magazin-Strecke am Morgen wieder zu stärken - insbesondere "Punkt 6" und "Punkt 7" waren zuletzt so erfolgreich wie seit dem Neustart nicht mehr. Doch geholfen hat das nicht: Vor dem Hintergrund des Sparkurses bei RTL Deutschland waren die Sendungen am Donnerstag ein letztes Mal zu sehen, ehe nach dem Wochenende die neue gemeinsame Frühschiene mit ntv beginnen wird - gesendet aus dem neuen ntv-Studio, das an diesem Freitag seine On-Air-Premiere feierte.
Tatsächlich legt der Blick auf die Gesamt-Reichweiten nahe, weshalb RTL trotz steigender Quoten künftig auf seine "Punkt"-Magazine am Morgen verzichten will: Lediglich 190.000 Zuschauerinnen und Zuschauer schalteten am Donnerstag bei "Punkt 6" ein, "Punkt 7" wollten danach sogar nur 170.000 Menschen sehen. Immerhin: In der Zielgruppe war zumindest "Punkt 6" zum Abschied noch einmal erfolgreich: Sehr gute 14,3 Prozent Markanteil erzielte die Sendung. Für "Punkt 7" waren danach aber nur 8,4 Prozent, ehe "Punkt 8" sogar mit desolaten 2,4 Prozent die lange Ära der RTL-Morgenmagazine beendete. Das war übrigens der schwächste Wert in diesem Jahr.
Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass ntv auf Augenhöhe lag: Dort verbuchten die 8-Uhr-Nachrichten am Donnerstag einen Marktanteil von 2,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen, wenngleich insgesamt hier nur rund 50.000 Menschen einschalteten. Konkurrent Welt brachte es zu diesem Zeitpunkt übrigens auf 150.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, die den Gesamt-Marktanteil des Senders um 8 Uhr auf hervorragende 4,7 Prozent schraubten. Eine halbe Stunde später erreichte Welt sogar 200.000 Menschen und war zudem in der Zielgruppe mit satten 5,7 Prozent Marktanteil überaus stark.
Deutlich stärker als RTL war am Donnerstag zugleich das "Sat.1-Frühstücksfernsehen" unterwegs, das über die gesamte Sendestrecke zwischen 5:30 Uhr und 10:00 Uhr im Schnitt von 390.000 Menschen gesehen wurde. In der Zielgruppe lag der Marktanteil bei herausragenden 19,5 Prozent, gegen 8 Uhr knackte die Sendung sogar zeitweise die Marke von 30 Prozent. Das "Frühstücksfernsehen" lockte damit in den Morgenstunden mehr Menschen zu Sat.1 als beispielsweise die Dailysoap "Ein Hof zum Verlieben" im Vorabendprogramm.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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