Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Auch wenn im Vorfeld vielleicht noch nicht allzu viel WM-Fieber im Land zu verspüren war: Pünktlich zum Eröffnungsspiel fanden sich die Fußball-Fans in Scharen vor dem Fernseher ein. Im ZDF verfolgten im Schnitt 10,04 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die die Partie zwischen Mexiko und Südafrika mit den ersten beiden Toren und gleich drei Roten Karten. Das trieb den Marktanteil auf 46,5 Prozent beim Gesamtpublikum, 57,7 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen und sogar 65,6 Prozent in der Altersgruppe 14-49.

Ein im Vergleich zu früheren Turnieren wachsender Faktor dürfte dabei in diesem Jahr MagentaTV sein, schließlich hat die Telekom diesmal mehr Spiele exklusiv denn je und bietet als einziger alle 104 Partien an. Wieviele dort den Auftakt parallel gesehen haben, ist aber unklar, weil hier keine unabhängig gemessenen und vergleichbaren Zahlen vorliegen.

Vergleichen kann man die ZDF-Reichweite aber mit früheren Turnieren. Bei der WM 2024 waren natürlich ungleich mehr Menschen beim Auftakt dabei, weil aufgrund der Heim-WM direkt ein Deutschland-Spiel anstand. Das erste Match ohne deutsche Beteiligung in der Primetime lag aber knapp unter der 10-Millionen-Marke. Bei der EM 2021 wurde beim Eröffnungsspiel die 10-Millionen-Marke ebenfalls knapp nicht erreicht. Und den Auftakt der WM 2022, die hierzulande ausnahmsweise im Winter zu sehen war, verfolgten - damals zur früheren Anstoßzeit um 17 Uhr - nur 6,21 Millionen Menschen im ZDF. Gemessen daran dürfte das ZDF mit den Werten vom Donnerstag also sehr zufrieden sein.

Im Verlauf des Spiels dürfte die Reichweite zudem noch deutlich höher gewesen sein - dafür spricht jedenfalls, dass das kurze "heute-journal" in der Halbzeitpause sogar im Schnitt 10,49 Millionen Menschen erreichte und damit in den Quotencharts sogar vor der Fußball-WM sogar offizieller Tagessieger ist. Begonnen hatte das ZDF mit der Vorberichterstattung bereits sehr frühzeitig um 17:15 Uhr. Bis 19 Uhr sahen hier im Schnitt 1,88 Millionen Menschen zu, was 16,3 Prozent Marktanteil entsprach. Zwischen 19:28 Uhr und 20:38 Uhr waren es dann im Schnitt schon 5,16 Millionen, was 25,5 Prozent Marktanteil entsprach.

Die Nachbetrachtung aus dem Studio ab 23:09 Uhr verfolgten im Schnitt noch 3,8 Millionen Menschen. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Marktanteile noch immer bei stolzen 33,9 Prozent insgesamt und 50,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Und auch Markus Lanz profitierte von diesem Vorlauf und erzielte mit im Schnitt 1,76 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern ab 23:51 Uhr noch Marktanteile von 27,7 Prozent insgesamt und 34,8 Prozent beim jungen Publikum.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;