Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Zwei Jahre lang wartete RTL mit der Ausstrahlung von acht noch ausstehenden Folgen von "Take me out" - einem Format, dem vor wenigen Monaten das Kunststück gelungen war, mit Wiederholungen am späten Abend mehr junges Publikum zu erreichen als "DSDS" in der Primetime. Nun wurden alle acht Folgen an zwei WM-Abenden versendet. Um dieser Programmierung die Krone aufzusetzen, liefen die letzten beiden Ausgaben nun auch noch in direkter Konkurrenz zum Deutschland-Spiel, wo es natürlich neue Tiefstwerte gab.

Schon zum Start in den Abend um 20:15 Uhr sahen im Schnitt nur 450.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zu, mehr als 4,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 3,2 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen waren damit nicht drin. Die zweite Folge überschnitt sich dann bereits leicht mit dem Deutschland-Spiel und kam noch auf 3,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Ab 22:35 Uhr waren dann nur noch 300.000 Zuschauerinnen und Zuschauer mit dabei. 1,2 Prozent betrug der Marktanteil beim Gesamtpublikum, 1,1 Prozent in der klassischen und erweiterten Zielgruppe. Die letzte Folge hielt die Reichweite ab 23:50 Uhr immerhin konstant, mehr als 1,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und 1,9 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen waren trotzdem nicht zu holen. Was RTL bei dieser Programm-Etnscheidung geritten hat, bleibt damit weiterhin ein großes Rätsel.

Natürlich konnten auch alle anderen Sender gegen den WM-Abend wenig ausrichten. Am besten schlug sich noch Das Erste, das mit einem alten "Zürich-Krimi" um 20:15 Uhr 3,01 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer erreichte, was guten 15,8 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum entsprach. Direkt gegen das Deutschland-Spiel kam "Gier nach Gold. Ein Krimi aus Passau" später am Abend mit 0,79 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern dann aber nicht mehr über 3,1 Prozent Marktanteil hinaus.

Sat.1 setzte um 20:15 Uhr auf "Ferdinand - Geht STIERisch" ab und erzielte damit 3,4 Prozent Marktanteil in der klassischen und 3,8 Prozent in der erweiterten Zielgruppe. 0,49 Millionen Menschen sahen insgesamt zu. "King Kong" lag ab 22:27 Uhr bei den 14- bis 49-Jährigen dann aber bei nur 0,8 Prozent Marktanteil. Bei ProSieben kam eine alte Folge von "Duell um die Welt" auf 1,4 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe, insgesamt sahen im Schnitt nur 140.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zu. RTLzwei startete mit "Armes Deutschland" zunächst noch mit immerhin 2,7 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen in den Abend, danach brach "Hartz und Herzlich" gegen das Deutschland-Spiel aber auf 0,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und 0,5 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen ein.

Vox setzte auf den Bond-Film "Lizenz zum Töten" und ging schon ab 20:15 Uhr völlig unter: 0,9 Prozent betrug der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen, 1,5 Prozent in der erweiterten Zielgruppe. Die Gesamt-Reichweite lag bei 0,39 Millionen. Bei Kabel Eins liefen zwei weitere Folgen von "Elsbeth" mit 1,1 und 0,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen, in der erweiterten Zielgruppe sah es mit 1,9 und 1,3 Prozent zumindest etwas besser aus. "FBI: Most Wanted" lag ab 22:15 Uhr mit Marktanteilen von 0,1 und 0,2 Prozent (klassische und erweiterte Zielgruppe) dann richtig hart an der Wahrnehmungsgrenze.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;