Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Schon seit einigen Wochen setzt RTL auf dem Sendeplatz am Dienstagabend um 20:15 Uhr auf Krimi-Wiederholungen, der Re-Run von "Behringer und die Toten" lief nun besonders gut. 1,90 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer waren beim Fall dabei, der im März 2024 erstmals gezeigt wurde. Damit war RTL nicht nur der meistgesehene Privatsender in der Primetime, die Kölner lagen auch vor dem ZDF und erzielten 10,9 Prozent Marktanteil. 

Das Ergebnis ändert sich allerdings schlagartig, wenn man auf die jüngeren Zielgruppen blickt: Bei den 14- bis 59-Jährigen war der Krimi immerhin noch zu 7,7 Prozent gut, was kein ganz schlechtes Ergebnis ist. In der klassischen Zielgruppe (14-49) wurden dagegen nur 4,9 Prozent gemessen. "Extra" steigerte sich hier später noch auf 7,8 Prozent, insgesamt sahen etwas weniger als eine Million Menschen zu. 

Dass RTL in der Primetime eine vergleichsweise hohe Reichweite erzielten konnte, lag auch an der Schwäche des ZDF, die man aber auch differenziert betrachten muss. Die "Besseresser Challenge" sahen zur besten Sendezeit nur eine Million Menschen, was zu 5,7 Prozent Marktanteil führte. Beim jungen Publikum zwischen 14 und 49 Jahren war die Sendung mit 8,1 Prozent schon erfolgreicher, ein ganz großer Hit war das Format aber nicht. 

Eine "Frontal"-Dokumentation ließ die Werte später spürbar steigern, vor allem beim jungen Publikum war der Film mit dem Titel "Das Deutsche-Bahn-Desaster" beliebt. 390.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren ließen den Marktanteil hier auf 14,8 Prozent nach oben schnellen, kein anderes Format nach 20:15 Uhr hatte in dieser Altersklasse eine höhere Reichweite. Insgesamt sorgten 1,62 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer für 9,1 Prozent. Zuletzt hatte sich Dunja Hayali im ZDF mit der Deutschen Bahn beschäftigt - das bewegt den Sender bis heute (DWDL.de berichtete). 

Die höchste Reichweite des Abends erzielte im ZDF jedoch das "heute journal", das mit 2,48 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern auf 14,7 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum kam. Das Nachrichtenmagazin lag damit in etwa auf Augenhöhe mit den ARD-Serien: "Die Kanzlei" unterhielt zur besten Sendezeit zunächst 2,74 Millionen Menschen, "In aller Freundschaft" kam danach nur noch auf 2,02 Millionen. In beiden Fällen handelte es sich um Wiederholungen, die Marktanteile lagen bei 15,6 und 11,3 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen kamen die Serien nur auf 5,7 und 5,3 Prozent. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.15; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;