Auserwählt und ausgegrenzt - Der Hass auf Juden in Europa © Screenshot Youtube
"Auserwählt und ausgegrenzt"

Wenig Interesse an Antisemitismus-Doku und -Talk

 

Mit zahlreichen Anmerkungen und begleitender Diskussionsrunde zeigte Das Erste am Mittwochabend doch noch die umstrittene Antisemitismus-Doku "Auserwählt und ausgegrenzt". Das Interesse war allerdings recht überschaubar.

von Uwe Mantel
22.06.2017 - 09:29 Uhr

Nachdem "Bild" vorgeprescht war und die Antisemitismus-Doku "Auserwählt und ausgegrenzt - Der Hass auf Juden in Europa", die Arte gewissermaßen wegen einer Themaverfehlung nicht ausstrahlen wollte, für einen Tag lang online gestellt hatte, gerieten die Öffentlich-Rechtlichen so unter Druck, dass man nun kurzfristig sogar einen Platz im Ersten fand. Dort lief die Doku nun am Mittwochabend um 22:15 Uhr, allerdings ergänzt um Anmerkungen und Distanzierungen, weil bei einer Überprüfung diverse handwerkliche Mängel aufgefallen waren.

Wer nun angesichts der hitzigen Diskussion auch ein großes Interesse erwartet hatte, sieht sich beim Blick auf die Quoten allerdings eher enttäuscht: 1,19 Millionen Zuschauer sahen denFilm im Schnitt, das entsprach einem ziemlich überschaubaren Marktanteil von 6,7 Prozent beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 3,6 Prozent Marktanteil erzielt. Im Anschluss wurde bei Maischberger noch über die Doku diskutiert. 610.000 Zuschauer wollten das noch sehen. Mit 7,1 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum und 3,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen lag die Sendung deutlich unter dem üblichen Quotenniveau der Sendung.

"Bild" hatte übrigens angegeben, dass das Video über 200.000 Mal angeklickt worden war - wichtig ist hier allerdings: Diese Zahl ist nicht vergleichbar mit den Zuschauerzahlen im Fernsehen, weil es bei der "Bild"-Zählung bereits reicht, wenn auch nur eine Sekunde des Videos gesehen wurde. Wer das Video mehrfach angeklickt hat, wurde zudem auch mehrfach gezählt.

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