Carsten Maschmeyer © Sat.1/Jens Hartmann
Gegen die Champions League

Maschmeyers "Start up!" stürzt ins Bodenlose

 

Sat.1 war natürlich nicht der einzige Sender, der gegen die Champions League am Mittwoch Probleme bekam - aber beim Maschmeyer-Format "Start up!" muss man inzwischen von einem regelrechten Desaster sprechen. RTL hielt sich hingegen recht wacker.

von Uwe Mantel
12.04.2018 - 09:12 Uhr

Angesichts des Erfolgs von Vox mit seiner "Höhle der Löwen" wollte auch Sat.1 auf den Zug der Gründer-Formate aufspringen und holte sich dafür mit Carsten Maschmeyer gleich auch noch einen Löwen an Bord. Doch der Plan ging ganz gehörig nach hinten los: Schon zum Start war "Start up! Wer wird Deutschlands bester Gründer" mit nur knapp über 8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe angesichts der großen Werbekampagne im Vorfeld eine Enttäuschung. Und danach begann auch noch ein Absturz, der bislang nicht gestoppt werden konnte.

Im Gegenteil: Mit der Champions League als Konkurrenz stürzte das Format in dieser Woche auf neue Tiefstwerte. Gerade mal noch 570.000 Zuschauer waren übrig, damit kam seit der Auftaktsendung fast nochmal die Hälfte des Publikums abhanden. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum sank auf 1,9 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen ging es im Vergleich zur ohnehin schon miserablen Vorwoche nochmal um eineinhalb Prozentpunkte auf nun noch 2,8 Prozent Marktanteil nach unten. Unterboten wurde das nur noch von der nachfolgenden Reportage "Drama Schönheits-OP: Krebsrisiko Implantat", die sogar nur 1,9 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen holte.

Marktanteils-Trend: Start Up! Wer wird Deutschlands bester Gründer?
Start Up! Wer wird Deutschlands bester Gründer?

Sat.1 war aber natürlich nicht der einzige Sender, der gegen den Fußball so seine Probleme bekam, auch beim Schwestersender ProSieben sah es nicht gut aus. "Akte X" konnte sich um 20:15 Uhr im Vergleich zur Vorwoche zwar wieder steigern, blieb mit 7,5 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe aber im roten Bereich. 1,09 Millionen Zuschauer hatten eingeschaltet. "Lucifer" musste danach aber neue Allzeit-Tiefs hinnehmen: Die erste der beiden Folgen kam nur auf einen Zielgruppen-Marktanteil von 4,3 Prozent, die zweite Folge im Anschluss blieb bei 5,7 Prozent hängen. Auch die Gesamt-Zuschauerzahl lag mit 820.000 bzw. 830.000 Zuschauern bei Staffel-Tiefstwerten. Aus Jugendschutzgründen lief dann nach 23 Uhr noch eine neue Folge von "Akte X", die allerdings weniger als eine halbe Million Zuschauer sehen wollten. Der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen fiel mit 6,5 Prozent geringer aus als in der Primetime.

Recht wacker schlug sich hingegen RTL, das "Die 25 unglaublichsten Zufälle" kürte und damit angesichts der starken Konkurrenz respektable 12,7 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte. 2,45 Millionen Zuschauer sahen die Rankingshow mit Sonja Zietlow. "Stern TV" hatte es danach etwas schwerer, blieb mit 10,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe aber immerhin zweistellig. Stärkster Fußball-Konkurrent beim Gesamtpublikum war unterdessen Das Erste mit dem Film "Macht Euch keine Sorgen". Immerhin 3,53 Millionen Zuschauer schalteten ein, was beim Gesamtpublikum für angesichts der Umstände gute 11,5 Prozent Marktanteil reichte. 7,1 Prozent betrug der Marktanteil beim Gesamtpublikum.

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