Die deutsche Platzierung war so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr, doch einen spürbaren Quoten-Aufschwung brachte dieser Erfolg dem Eurovision Song Contest am Samstagabend nicht ein. Das Erste zählte mit der Live-Übertragung aus Lissabon im Schnitt 7,71 Millionen Zuschauer - und damit sogar geringfügig weniger als vor einem Jahr. Das war zugleich die schwächste ESC-Reichweite seit dem Jahr 2009, reichte aber natürlich trotzdem für den völlig ungefährdeten Tagessieg.

Immerhin: Im Vergleich zum Vorjahr zog der Marktanteil um fast zwei Prozentpunkte auf nunmehr 33,3 Prozent an. Jeder Dritte, der am Samstagabend vor dem Fernseher saß, entschied sich damit für den Eurovision Song Contest. Beim jungen Publikum konnte die Show zudem wie gewohnt noch einen drauflegen: Hier war mit 3,40 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern sogar ein hervorragender Marktanteil von 42,0 Prozent drin.

Weitere 500.000 Zuschauer zählte der ESC übrigens bei One, wo sich der Marktanteil bei den Jüngeren auf starke 2,8 Prozent belief. Den Countdown mit Barbara Schöneberger wollten derweil ab 20:15 Uhr bereits 4,05 Millionen Zuschauer sehen, die "Grand Prix Party" hielt zu später Stunde schließlich noch 2,47 Millionen vor dem Fernseher. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichte es zunächst für 23,7 Prozent Marktanteil, später sogar für 28,1 Prozent.

Klar, dass dem Ersten die Tagesmarktführerschaft nicht zu nehmen war: Mit 21,1 Prozent Marktanteil bei allen sowie 23,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen konnte niemand dem Sender das Wasser reichen. Zu diesem tollen Erfolg trug auch noch die "Sportschau" bei, die am Vorabend mit Marktanteilen um 30 Prozent gefragt war.