Die aktuelle Situation stellt auch die Sportsender vor eine große Herausforderung, das ist bereits beim Blick auf die Monatsmarktanteile des März deutlich geworden. Sky hat sich nun etwas überlegt und wird vorerst jeden Samstag eine neue Bundesliga-Konferenz mit alten Spielen zeigen und auch immer ein Topspiel am Abend neu kommentieren lassen (DWDL.de berichtete). Zum Auftakt war diese an sich schöne Idee aber kein Erfolg beim Publikum. Nur 40.000 Zuschauer sahen sich jeweils Konferenz und Topspiel an. 0,5 und 0,3 Prozent Marktanteil wurden in der Zielgruppe gemessen. 

Aber auch die vermeintlich großen Sender tun sich mit Sport-Inhalten derzeit schwer. Das Erste wiederholte am Vorabend das DFB-Pokalfinale zwischen Bayern München und Borussia Dortmund aus dem Jahr 2014, es schalteten aber lediglich 1,23 Millionen Menschen ein. Beim Gesamtpublikum kam man auf 5,2 Prozent Marktanteil, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 3,2 Prozent gemessen. Die "Sportschau" kam zuvor auf 1,33 Millionen Zuschauer und 7,8 Prozent beim Gesamtpublikum. Auch Sky zeigte am Vorabend als Topspiel übrigens Bayern gegen Dortmund. Während die Auswahl im Ersten willkürlich ist, orientiert sich Sky bei der Ansetzung der Spiele an dem ursprünglichen Spielplan der Bundesliga. 

Das "Aktuelle Sportstudio" im ZDF verfolgten am späten Samstagabend 1,60 Millionen Menschen. Das waren zwar immerhin rund 300.000 mehr als vor einer Woche, mit 6,6 Prozent Marktanteil kann man in Mainz aber natürlich nicht zufrieden sein. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen blieb die Sendung mit 3,5 Prozent äußerst blass. Das "heute journal" kam zuvor noch auf 3,22 Millionen Zuschauer.