Eins muss man Sat.1 lassen: Mit "Promis unter Palmen" hat der Sender endlich ein Format geschaffen, über das die Nation spricht. Vor allem über die am Mittwoch gezeigte fünfte Ausgabe wird wohl noch einiges zu diskutieren sein - schließlich mobbten Bastian Yotta, Carina Spack und Matthias Mangiapane darin Claudia Obert so sehr, dass sie die Villa verließ. Und das war ganz offensichtlich nicht Teil einer inszenierten Unterhaltungsshow, um Zuschauer bei Laune zu halten. Den Quoten hat die fragwürdige Ausgabe aber geholfen - "Promis unter Palmen" steigerte sich eine Woche vor dem Finale auf einen neuen Bestwert.

So kam die Realityshow auf 20,8 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe, mehr waren es bislang noch nie. Im Vergleich zur Vorwoche legte das Format um mehr als fünf Prozentpunkte zu. Mit den 1,84 Millionen Zuschauern im Alter zwischen 14 und 49 Jahren sicherte sich Sat.1 zudem den Tagessieg. Insgesamt schalteten 3,36 Millionen Menschen ein - "Promis unter Palmen" stellte damit den Bestwert, der bei Ausgabe drei gemessen wurde, ein. 

Durch den starken Vorlauf mauserte sich auch "Promis privat" im Anschluss zu einem Erfolg und erzielte noch 17,8 Prozent Marktanteil. Am Vorabend lief "Big Brother" nicht gut, holte mit 7,2 Prozent aber einen seiner besseren Werte. In der Endabrechnung landete Sat.1 dank der starken Primetime bei einem Tagesmarktanteil in Höhe von 12,8 Prozent - kein anderer Sender war erfolgreicher. 

Geschlagen geben musste sich auch RTL, das am Mittwoch nur 11,0 Prozent Tagesmarktanteil erzielte. Vor allem in der Primetime lief es schlecht: Gegen "Promis unter Palmen" rutschte "Mario Barth räumt auf" auf einen neuen Tiefstwert. 2,18 Millionen Menschen sahen insgesamt zu, das ließ den Marktanteil in der Zielgruppe auf 9,2 Prozent fallen. Es ist das erste Mal, dass das Format unter der Marke von 10 Prozent Marktanteil liegt. "Stern TV" steigerte sich danach immerhin auf 11,4 Prozent. 

Einen Tag zum Vergessen erlebte RTLzwei: In der Primetime erreichte ein Corona-Special der "Wollnys" zwar noch 5,5 Prozent, für die "Traumhochzeit zum Schnäppchenpreis" ging es danach aber auf völlig unzufriedenstellende 2,7 Prozent zurück. Während die Vorabend-Soaps noch recht deutlich über dem Senderschnitt lagen, versagte "Krass Schule" mit nur 3,9 Prozent, die "RTLzwei News" blieben zuvor sogar bei 1,9 Prozent hängen. Und so war RTLzwei am Mittwoch mit 4,3 Prozent Tagesmarktanteil das Schlusslicht der großen acht Sender.