22 Millionen Zuschauer beim ersten Spiel, knapp mehr als 20 Millionen beim zweiten - ganz so groß wie bei vergangenen Turnieren war das Interesse an den bisherigen EM-Spielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft noch nicht - doch spätestens mit dem hauchdünnen 2:2-Erfolg gegen Ungarn, der die Teilnahme am Achtelfinale zur Folge hatte, scheint die EM-Euphorie im Land doch noch ausgebrochen zu sein. Durchschnittlich 25,74 Millionen Zuschauer verfolgten am Mittwochabend die Live-Übertragung im ZDF und damit über drei Millionen mehr als das Auftaktspiel gegen Frankreich.

Die Reichweite bewegte sich damit in etwa auf jener Flughöhe, die man schon von den Welt- und Europameisterschaften der vergangenen Jahre kannte. Und auch die Marktanteile konnten sich einmal mehr sehen lassen: Satte 71,4 Prozent waren es beim Gesamtpublikum und bei den 14- bis 49-Jährigen wurden mit 10,26 Millionen Zuschauern sogar fulminante 81,1 Prozent eingefahren. Die Marktanteile fielen damit zwar etwas niedriger aus als beim schon drei Stunden früher angepfiffenen Portugal-Spiel am Samstag, lagen im Gegenzug jedoch höher als vor etwas mehr als einer Woche. Nicht bekannt ist, wie viele Fans die Übertragung bei der Telekom sahen.

Und auch sonst lief es für das ZDF am Mittwoch prächtig: Schon das erste Spiel des Tages zwischen der Slowakei und Spanien erreichte im Schnitt 6,25 Millionen Zuschauer sowie Marktanteile von mehr als 30 Prozent, ab 20 Uhr zählte die Vorberichterstattung zum Deutschlandspiel dann bereits 8,89 Millionen Zuschauer. Zu diesem Zeitpunkt lag der Marktanteil beim jungen Publikum bei 40,8 Prozent. Zehn Minuten vor dem Anpfiff zählte der Sender dann sogar schon 20,61 Millionen Zuschauer.

Herausragende Quoten gab's zudem für das "heute-journal", das in der Halbzeitpause von 23,90 Millionen Zuschauern gesehen wurde und Marktanteile von 66 Prozent bei allen sowie 76 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte. Und auch die Nachberichterstattung sorgte noch für eine zweistellige Millionen-Reichweite: 10,89 Millionen blieben nach dem Abpfiff dran, sodass sich das ZDF bis weit nach 23 Uhr über traumhafte 64,6 Prozent freuen durfte. "Markus Lanz" markierte später mit 3,24 Millionen Zuschauern und Marktanteilen von deutlich über 30 Prozent ebenfalls noch Spitzenwerte.

Entsprechend fulminant fielen letztlich auch die Tagesmarktanteile aus: Auf durchschnittlich 38,3 Prozent Marktanteil kam das ZDF am Mittwoch beim Gesamtpublikum, während bei den 14- bis 49-Jährigen sogar 46,1 Prozent drin waren. Zum Vergleich: RTL hatte als größter Verfolger fast 40 Prozentpunkte Rückstand auf die Mainzer.

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