Zur besten Sendezeit war am Donnerstagabend in Sat.1 zu sehen, wie sich Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz in dem neuen Format "Kannste Kanzleramt?" den Fragen von Schülerinnen und Schülern stellten. Und damit für den Privatsender durchaus erfolgreich: Zwar schalteten insgesamt nur 1,08 Millionen Menschen ein, die einem Marktanteil von 4,4 Prozent entsprachen, doch in der Zielgruppe lag "Kannste Kanzleramt?" mit 9,0 Prozent klar über den Normalwerten von Sat.1.

Das Format musste sich allerdings dem ZDF geschlagen geben, wo Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet ebenfalls zu sehen war. Dort brachte es "Klartext, Herr Laschet!" zur besten Sendezeit sogar auf 10,3 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum, sodass sich der Mainzer Sender beim jungen Publikum nur RTL geschlagen geben musste. Insgesamt verzeichnete die Sendung im Schnitt 3,44 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 13,5 Prozent Marktanteil. Beim anschließenden "heute-journal" waren sogar 3,95 Millionen dabei.

Den Tagessieg beim Gesamtpublikum musste das ZDF jedoch dem Ersten überlassen, wo die "Tagesschau" zunächst 4,79 Millionen Personen erreichte und ein neuer "Usedom-Krimi" schließlich von 5,36 Millionen gesehen wurde. Der Marktanteil belief sich auf starke 21,0 Prozent. Aber auch bei den Jüngeren sah es mit 9,1 Prozent durchaus überzeugend aus. Das gilt auch für den späten Abend, wo "extra 3" nach den ebenfalls erfolgreichen "Tagesthemen" starke 12,3 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen erzielten.

Und auch im ZDF blieben die Quoten im weiteren Verlauf hoch: So erreichte "Maybrit Illner" zunächst 2,79 Millionen Zuschauende und 16,4 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum, ehe "Markus Lanz" mit 1,59 Millionen Menschen auf 16,5 Prozent kam. Auch bei den Unter-50-Jährigen überzeugten die Talks mit Werten von 8,0 und 9,0 Prozent. Für Sat.1 ging es dagegen nach "Kannste Kanzleramt?" kräftig nach unten: Gerade mal noch 360.000 Menschen sahen die anschließende "Spiegel TV-Reportage", die auch in der Zielgruppe nicht über einen schwachen Marktanteil von 4,5 Prozent hinauskam.

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